Mittwoch, 17.03.2010
Impfstoffe ohne Kühlung bald Realität?
KÖLN - Ein schneller Wasserentzug durch Zucker und die anschließende Trocknung scheinen der Schlüssel für die Lagerung von Impfstoffen auch bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius zu sein. Britische Forscher um Matt Cottingham von der Oxford Universität versetzten Impfstoffe mit zwei Lebendviren (ein Adenovirus und ein Vaccinia-Virus der ehemaligen Pockenschutzimpfung) mit Zweifachzuckern (Trehalose und Saccharose) und trockneten sie anschließend auf einem Filter. Nach sechs Monaten bei 45 Grad Celsius "lebten" die Viren wieder als dieser "Sirup" wieder bewässert wurde. Vor der Anwendung solcher Impfungen am Menschen müssen aber noch weiter klinische Studien folgen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen veröffentlichten die Wissenschaftler jetzt im Fachblatt "Science Translational Medicine".
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Gefahrenquelle: Hausapotheke?
KÖLN - Bald steht bei vielen Familien wieder der Frühjahrsputz ins Haus und Haushalte werden blitzblank gewienert. Aber nicht nur die Hygiene der Wohnung oder des Hauses sollte beachtet werden, sondern auch die Haltbarkeit Ihrer Medikamente und Verbandsmaterialien. Einmal jährlich sollte auch die Hausapotheke gecheckt werden. Sollte die Haltbarkeit von Medikamenten überschritten sein, können diese unwirksam werden oder schlimmstenfalls heftige Nebenwirkungen verursachen. Ähnlich ist es mit Verbandstoffen. Sterilgut kann mit der Zeit kontaminiert werden und abgelaufen zu Wundinfektionen führen.
Folgende Richtlinien sollten Sie also bei der Kontrolle ihrer Hausapotheke beachten:
Haltbarkeitsdatum überprüfen und abgelaufene Medikamente in Ihrer Apotheke abgeben (Verbände entsorgen)
Bei Säften und Tropfen das Öffnungsdatum notieren und diese gemäß der Angaben im Beipackzettel nach Ablauf der Öffnungsdauer nicht mehr verwenden.
Immer die Beipackzettel zu Medikamenten aufheben
Medikamente für Kinder unzugänglich aufbewahren
Alle Medikamente kühl und trocken lagern – nicht im Bad
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Auch ein Virus kann vererbt werden
TAMPA - Eine Unterart des humanen Herpesvirus, das HHV-6, das z.B. bei Säuglingen und Kleinkindern das 3-Tage-Fieber auslöst, kann vererbt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Peter Medveczky von der Universität Tampa, Florida in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht hat. Das Virus, das erst 1986 vom HIV-Forscher Robert Gallo entdeckt wurde, lagert seine Gene in Teilen des menschlichen Erbgutes ein und kann so von Vater oder Mutter an das Kind vererbt werden. Vermutet wurde dies schon länger, da ungefähr ein Prozent der Kinder bereits mit dem Virus auf die Welt kommen. Ob die Virus-Mitgift für die betroffenen Kinder irgendwelche Nachteile mit sich bringt, ist noch unklar.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Antidepressiva erhöhen das Katarakt-Risiko
KÖLN – In einer Fall-Kontrollstudie des Coastal Health Research Instituts Vancouver rund um das Forscherteam von Mahyar Etminan stellte sich heraus, dass bei Patienten, die Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI (selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) vermehrt Kataraktoperationen durchgeführt werden. Allerdings ist dabei nicht berücksichtigt worden, ob diese Patienten Raucher oder Nichtraucher sind. Rauchen gilt als eines der gesicherten Risiken für Katarakterkrankungen. Zu mal Menschen mit Depressionen generell eher zur Zigarette greifen, als andere.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Sensation: Viren können vererbt werden
KÖLN - Wie das Ärzteblatt unter Berufung auf eine Untersuchung eines US-amerikanischen Forscher-Teams um Peter Medveczky von der Universität Süd-Florida in Tampa mitteilte, kann das humane Herpesvirus 6 (HHV-6) nach einer Infektion der Keimzellen der Eltern offenbar auf die Kinder vererbt werden. Da Viren ja nur aus einer Hülle mit Erbmaterial bestehen, kann letzteres offenbar sogar in menschliche Gene "eingebaut" werden, genauer gesagt in die Telomere der Chromosomen. Nachgewiesen werden kann dieses "virale Kuckucks-Ei" in etwa einem Prozent der Neugeborenen. Das humane Herpesvirus 6 (HHV-6), das 1986 von Robert Gallo am US-National Cancer Institute entdeckt wurde, wird mit Hirnentzündung (Enzephalitis), Epilepsien und Multipler Sklerose (MS, E. d.) in Zusammenhang gebracht. Ihre Studie veröffentlichten die Wissenschaftler jetzt in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".
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ACE-Hemmer und Sartane besserten bei Mäusen MS-Veränderungen
KÖLN - Wie die "Apotheken Umschau" im Jahre 2009 berichtete, könnten die als Blutdrucksenker eingesetzten ACE-Hemmer und AT 1-Blocker (Sartane) Hirnveränderungen der Multiplen Sklerose (MS) rückgängig machen. Dies legten zumindest Maus-Experimente nahe, die Wissenschaftler der Universitäten Bochum und Heidelberg durchführten. Nun wird auf Studien an Patienten gewartet.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Gefühlte Lebensmittel-Unverträglichkeit bei 40 Prozent!
KÖLN - "In Umfragen sagen bis zu 40 Prozent, sie hätten eine Nahrungsmittelallergie", sagte Ernährungsmediziner Professor Stein von der Universität Frankfurt im Gesundheitsmagazin HEALTHY LIVING in der aktuellen Ausgabe. In Wirklichkeit leiden nur etwa zwei Prozent an echten Lebensmittel-Allergien und ein weiteres Prozent an Pseudoallergien mit gleichen Symptomen, aber ohne echtem Allergie-Nachweis. 37 Prozent leiden an Unverträglichkeiten bzw. Intoleranzen, die keine Allergien im engeren Sinne darstellen und sich nicht durch Antiallergika bessern. Solche Unverträglichkeiten gibt es vor allem gegen Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fruktose) und Gluten (Getreideprotein).
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Plötzlicher Herzstillstand häufige Todesursache
KÖLN - Mehr als 100.000 Menschen versterben jedes Jahr in Deutschland an einem plötzlichen Herztod. Das entspricht etwa einer Stadt von der Größe Triers. Damit liegt die Zahl der Opfer noch über denen von Krebs- oder Schlaganfall-Toten. Beim plötzlichen Herztod mit Kammerflimmern schlägt das Herz bis zu 500 Mal in der Minute extrem schnell (normalerweise schlägt das Herz ca. 60 - 80/Minute) und unkoordiniert, was bei den Betroffenen zu Bewusstlosigkeit, Pulsrosigkeit und Atemstillstand führt. Betroffen sind häufig Männer und ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen am Herzen. Auf Grund des Kreislaufstillstandes ist nach etwa drei Minuten mit Schädigungen des Gehirns zu rechnen und nach ungefähr zehn Minuten gibt es so gut wie keine Überlebenschancen mehr. Die einzig lebensrettenden Maßnahmen bestehen in einer Herzmassage mit Beatmung und in einer möglichst frühen Defibrillation des Herzens. Dabei wird das aus dem Rhythmus geratene Herz mit Hilfe von Stromstössen wieder "in Takt" gebracht. Deshalb finden sich nun in öffentlichen Gebäuden, aber auch in den Vorräumen von Banken und bei der AOK automatische, externe Defibrillatoren (AED). Diese Geräte sind so ausgelegt, dass sie auch durch medizinische Laien angewendet werden können. Der Helfer muss lediglich die Elektroden anbringen und den Anweisungen des Gerätes via Sprache und Bildschirm folgen. Fehler können praktisch nicht gemacht werden, da die Geräte zunächst kontrollieren, ob ein Kammerflimmern vorliegt und erst dann die Stromstöße abgegeben werden. Wer zusätzliche Sicherheit im Umgang mit den Geräten erreichen will, kann aber auch spezielle Kurse z. B beim TÜV Rheinland belegen, in denen der Umgang mit den Geräten eingeübt wird, um Hemmschwellen beim lebensrettenden Einsatz abzubauen, denn durch den Einsatz der AED’s steigen die Überlebenschancen auf das Doppelte.
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Montag, 08.03.2010
Tagesschlaf erhöht Diabetesrisiko!
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
3,2 Millionen Menschen sterben jährlich an Diabetesfolgen
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Bauchfett gefährlicher als Hüftfett
KÖLN - "Der BMI (Body-Mass-Index - die Verf.) spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen", sagte Dr. Harald J. Schneider von der Medizinischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Innenstadt. Fett sei nicht gleich Fett. Es gebe "gutes Fett" an Hüften, Oberschenkeln und Gesäß ("Birnenform"), das nicht das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen erhöhe. Es könnte sogar schützen. Das "böse Fett" um den Bauch ("Apfelform") könne aber schädliche Fettsäuren und andere Substanzen produzieren, die zu Entzündungen führen können. Für eine Aussage über das Risiko, an Gefäßverkalkungen und deren Folgen zu leiden, eignet sich nach einer Studie an knapp 11.000 Probanden viel besser der Wert, der sich ergibt, wenn man Taillenumfang durch Körpergröße teilt - kurz WHtR genannt ("waist-to-height-ratio").
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Großer Bauchumfang – mehr Atherosklerose!
KÖLN - Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie gab bereits im Jahre 2006 Ergebnisse einer Studie bekannt: es wurden mehr als 55.000 Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht und man stellte fest, dass ein großer Bauchumfang ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Männer deren Bauchumfang kleiner als 96,3 cm und Frauen deren Bauchumfang kleiner als 85,7 cm misst, leiden seltener an Hypertonie (Bluthochdruck) als Frauen mit einem Bauchumfang von 97,1 cm oder Männer mit einem Bauchumfang von 105,3 cm. Der Bauchumfang ist damit ein genauerer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als der bisher verwendete Body-Mass-Index (BMI).
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Donnerstag, 04.03.2010
Angstbekämpfung durch Bewegung
KÖLN – Menschen, die chronisch krank sind, leiden mitunter auch an Ängsten. US-amerikanische Forscher um Matthew Hennings aus dem Bereich Kinesiologie der University of Georgia fanden in einer Untersuchung heraus, dass bei diesen Patienten die Angstsymptome um ein Fünftel reduzierbar waren, wenn sie sich regelmäßig bewegten. Das Forschungsteam wertete dafür 40 Studien mit etwa 3.000 Patienten aus. Dabei fiel auf, dass Patienten, die regelmäßig Sport machten, weniger typische Angstsymptome entwickelten wie Herzrasen, Engegefühl oder bedrückter Stimmung. Dabei sollen die Bewegungseinheiten zur Angstbekämpfung nicht zu kurz sein. Am besten schnitten Einheiten mit einer Dauer von über dreißig Minuten ab.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Das Hirn ist in der Lage, Angst wieder zu vergessen!
KÖLN - Das Gehirn ist in der Lage, Angst einfach zu vergessen - unangenehme Ereignisse werden durch neue ersetzt. Wie das Gehirn lernt, Angst einflößende Erinnerungen zu vergessen, haben Wissenschaftler aus Puerto Rico bereits im Jahre 2002 in Ratten-Versuchen gezeigt. Mohammed Milad und Gregory Quirk von der Ponce School of Medicine führten zunächst ein klassisches Konditionierungsexperiment durch. Gleichzeitig mit einem Ton verpassten sie den Tieren einen schwachen elektrischen Schlag. Durch die mentale Verknüpfung von Ton und elektrischem Schock entwickelten die Tiere mit der Zeit auch dann Angst, wenn sie nur den Ton alleine hörten. Messungen der Aktivität verschiedener Gehirnzellen zeigten zeitgleich, dass bestimmte Hirnareale (im medialen präfrontalen Cortex) für die Verknüpfung des Tons und des elektrischen Schocks zuständig sind. Wurde den Tieren der Ton später mehrere Male ohne den Stromstoß vorgespielt, verlernten sie, Angst zu haben. Auch hier konnte gezeigt werden, dass die Gehirnzellen weniger Aktivität entwickeln. Menschen, die nach einem Angst einflößendem Ereignis unter einer so genannten "posttraumatischen Belastungsstörung" leiden, weisen in dieser Hirnregion eine ebensolche Aktivität auf. Durch eine magnetische Stimulation dieses Bereiches könnte den Patienten möglicherweise geholfen werden, die angstbeladenen Erinnerungen zu vergessen und ein "neues Verhalten" zu erlernen, so die Hoffnung der Forscher.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Lindert Vitamin B 3 Schlaganfall-Folgen?
KÖLN - US-amerikanische Forscher um Michael Chopp vom Henry Ford Neuroscience Institute haben in Tierversuchen an Mäusen herausgefunden, dass das so genannte Vitamin B3 (Niacin) Hirnschäden nach einem Schlaganfall teilweise reparieren kann. Der Mechanismus beruht auf einer Erhöhung des "guten" Fettes (HDL) und Senkung des "bösen" Fettes (LDL) in den Gefäßen. Ältere Studien hatten bereits gezeigt, dass Schlaganfall-Patienten einen niedrigen HDL-Cholesterin-Spiegel aufwiesen. „Wenn sich dieses Ergebnis auch in Studien mit Menschen bewahrheitet, hätten wir eine kostengünstige, leicht verträgliche Behandlung für die verheerenden Folgen des Schlaganfalls“, sagte Chopp.
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Unbeabsichtigtes Einschlafen zeigt erhöhtes Schlaganfallrisiko an
KÖLN - Das Schlaganfall-Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. Trotzdem ist jeder zweite Schlaganfallpatient noch im erwerbsfähigen Alter. Aber auch noch jüngere Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Man schätzt, dass etwa fünf Prozent aller Schlaganfall-Patienten jünger als 40 Jahre sind. Wissenschaftler der Columbia University um Bernadette Boden-Albala stellten im Jahre 2008 eine Studie vor, die Erstaunliches zu Tage brachte: Menschen, die tagsüber unbeabsichtigt einschlafen, haben ein deutlich höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, als diejenigen, die am Tage niemals einschlafen. Des weiteren tragen diese Menschen ein deutlich höheres Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Aufgrund dieser Erkenntnis fordert die Untersuchungsleiterin, Bernadette Boden-Albala, dass Mediziner stärker auf Schlafprobleme eingehen sollten. Menschen, die tagsüber öfter mal einschlafen, sollten sich dringend bei einem Arzt vorstellen, so die Expertin.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Krebsinformationsdienst KID hat nun Außenstelle in Dresden
DRESDEN - Wie das Ärzteblatt mitteilte, richtet das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) ab März 2010 in Dresden am Universitäts-Krebs-Centrum (UCC) eine erste Außenstelle des Krebsinformationsdienstes (KID) ein. Die kostenfreie Telefonnummer ist bundesweit einheitlich gleich (0800-420 30 40), Ostdeutsche werden ab März aber vorrangig an die Dresdner Außenstelle weitergeleitet. „Wir sind sehr stolz darauf, dass in Dresden die bundesweit erste Außenstelle des Krebsinformationsdienstes eingerichtet wird“, sagte Prof. Gerhard Ehninger, geschäftsführender Direktor des Universitäts-Krebs-Centrums.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Verhindert Eiweißhemmung Tochtergeschwülste?
ROSTOCK - Wie das Biomedizinische Forschungszentrum der Universität Rostock jetzt mitteilte, haben Forscher um Brigitte Pützer herausgefunden, dass das Eiweiß E2F1 einen wesentlichen Einfluss auf das Wachstum von Tumor-Metastasen hat und deren Eindringen in andere Gewebe. Könnte das Protein gehemmt werden, gäbe es damit einen völlig neuen Therapieansatz, der nun untersucht werden soll.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Donnerstag, 25.02.2010
Mit Gentechnik gegen Dengue-Fieber?
OXFORD - Britische Forscher um Luke Alphey von der University of Oxford haben männlich Stechmücken genetisch so manipuliert, dass nach der Paarung weibliche Tochter-Mücken entstehen, die nicht mehr fliegen können. Dies würde wesentlich helfen, eine Erkrankung wie Dengue-Fieber einzudämmen, die nur von der Tigermücke (Gelbfiebermücke - Aedes aegypti, auch Ägyptische Tigermücke genannt und durch die "europäische", Asiatische Tigermücke - Aedes albopictus) übertragen wird.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Impfung gegen Schlaganfall möglich?
KÖLN - Schwedische Forscher um Johan Frostegård von der Universität Karolinska in Stockholm fanden heraus, dass erniedrigte so genannte PC-Antikörper (Phosphorylcholine-Antikörper) ein Zeichen eines geschwächten Immunsystems sind, das zur verstärkten Arteriosklerose führt. So haben Frauen bei Antikörper-Spiegeln unter 30 Prozent der Norm ein dreifach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Phosphorylcholine (PC) sind an der Bildung arteriosklerotischer Plaques beteiligt. „Wir testen jetzt die Möglichkeit, neue immunologische Behandlungen für Arterienverkalkung und Schlaganfälle in der Form eines Impfstoffs zu entwickeln, um die Immunabwehr durch das Spritzen von Antikörpern zu stimulieren“, sagte Frostegård.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 23.02.2010
Cholesterinsenker erhöhen Diabetesrisiko
KÖLN - Die Analyse der Ergebnisse von 13 Studien zum Einsatz von sogenannten Statinen (Cholesterinsenkern) führte eine Forschergruppe um Naveed Sattar und David Preiss zu dem Ergebnis, dass diese Medikamente das Risiko an "Alterszucker" zu erkranken, erhöhen können. Das Team vom Cardiovascular Research Centre der Glasgower Universität gibt in der Zeitschrift Lancet die Zahl der Patienten, die mit Statinen behandelt werden müssen, um eine einzige zusätzliche Zuckererkrankung auszulösen mit 225 Menschen an, die vier Jahre die Cholesterinsenker einnehmen müssen. Dieser einen, zusätzlichen Diabeteserkrankungen stünden aber durchschnittlich 5,4 verhinderte Herzinfarkte bei diesen Patienten gegenüber. Wegen diesem Verhältnis sieht auch die British Heart Foundation keinen Grund, bestehende Therapieempfehlungen zu verändern. Allerdings sollte man sich des - wenn auch geringen- Risikos bewusst sein. Der amerikanische Harvard-Wissenschaflter Christopher Cannon rät deshalb dazu, unter einer cholesterinsenkenden Therapie die Blutzuckerwerte der Patienten gelegentlich zu kontrollieren.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Progesteron schützt Hirn von Frauen und Männern
SAN DIEGO - US-amerikanische Wissenschaftler um Donald Stein, Professor für Nothilfemedizin der Emory Universität in Atlanta fanden in Tierversuchen heraus, dass die Todesrate nach Hirnverletzungen durch die Therapie mit dem weiblichen Sexualhormon Progesteron um 50 Prozent gesenkt werden kann. Jetzt soll eine Phase III-Studie an 1.140 Schädel-Hirn-Trauma-Patienten folgen. Progesteron kann direkt im Gehirn "andocken", an so genannten Progesteron-Rezeptoren und hilft bei der Entwicklung von Nervenzellen und schützt sie. Die Ergebnisse der Studie werden nun mit Spannung erwartet.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Listeriosefälle in Deutschland
KÖLN - Die Anzahl von Erkrankungen nach dem Verzehr von mit Listerien belastetem Käse steigt in Deutschland derzeit an. Seit Jahresbeginn gibt das Robert-Koch-Institut in Berlin vier Fälle deutschlandweit an. Bereits im Januar hat die Firma Lidl eine Warnung vor dem Verzehr des von ihr vertriebenen Käses "Reinhardshof, Harzer Käse“ und „Reinhardshof, Bauernhandkäse mit Edelschimmel“ des österreichischen Herstellers Prolactal ausgesprochen, die nach wie vor gilt. Diese Sauermilchkäse könne mit Listerien belastet sein. Diese Bakterien können eine sogenannte Listeriose auslösen: Bei gesunden Erwachsenen verläuft diese häufig unbermerkt oder nur als unspeziefische, fieberhafte Reaktion. Bei Schwangeren, Neugeborenen und Immungeschwächten Menschen können jedoch schwere Verläufe auftreten, die mit grippeähnlichen Symptomen beginnen, wie Fieber und Muskelschmerzen, auch Durchfall und Erbrechen können auftreten. Im weiteren Verlauf kann die Listeriose alle Organe betreffen und z. B. eine eitrige Hirnhautentzündung oder eine Sepsis verursachen und auch zum Tod führen. Eine schwere Listeriose ist zwar mit Antibiotika behandelbar, allerdings treten auch unter Therapie häufig Komplikationen auf.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Blutzuckermessung: Plasma oder Vollblut?
KÖLN - Für viele Diabetiker gehört die Selbstmessung ihrer Blutzuckerwerte zum Alltag. Allerdings sind die Werte häufig nicht vergleichbar. Abgesehen davon, dass immer noch unterschiedliche Maßeinheiten, nämlich mg/dl an Stelle des international üblichen mmol/l verwendet werden und dadurch unterschiedliche Werte zustande kommen, sind die Systeme zur Blutzucker-Selbstbestimmung durch den Patienten teilweise auf Vollblut und teilweise auf Plasma geeicht. Diabetiker können oft nicht erkennen, welche Eichung ihrem System zu Grunde liegt. Vollblut ist das Blut, wie es z. B. nach dem Stechen in die Fingerbeere austritt. Blutplasma hingegen ist der reine Flüssigkeitsanteil des Blutes, ohne Zellanteile, wie sie im Vollblut vorhanden sind. Da die Glucose (=Zucker) völlig im flüssigen Anteil des Blutes gelöst ist, ist dies auch kein Problem. Da man aber sozusagen die Menge verkleinert, indem der Zellanteil weggelassen wird, ergibt die Analyse des verbliebenen Restes eine höhere Blutzuckerkonzentration, da ja der Anteil im Bezug zur Gesamtmenge angegeben wird. Tatsächlich liegt der Plasma-Wert ungefähr um elf Prozent höher, als der Vollblut-Wert. Experten wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft, diabetesDE, aber auch die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin fordern nun, die Eichung der Geräte zu vereinheitlichen. Die unterschiedliche Höhe der Werte kann zu einer Verunsicherung der Patienten führen. Für etliche Diabetiker sind die gemessenen Werte Grundlage der Entscheidung, wie viel Insulin sie sich spritzen müssen. Unterschiedliche Eichsysteme können so sogar zu Fehlern in der Therapie führen, warnen die Experten.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Donnerstag, 18.02.2010
Mehr Unfälle über Karneval
KÖLN - Die "tollen Tage" sind vorüber und auch in den Karnevalshochburgen kehrt in den Straßen wieder der Alltag ein: Damit wird es nicht nur ruhiger in den Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz werden, sondern auch sicherer: Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat Zahlen aus 2009 veröffentlicht: demnach lag die Zahl der alkoholbedingten Unfälle 2009 über die Karnevalstage um ungefähr 25% höher als im Rest des Jahres. Die meisten Unfälle in der letzen Faschingssaison haben sich am Sonntag ereignet: Zählt man an normalen Tagen im Schnitt 119 Unfälle mit Alkoholbeteiligung, so waren es am Fastnachtsonntag 2009 218 Unfälle, so das Statistische Bundesamt.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Antibiotika fördern Mutationen bei Bakterien
KÖLN – Wie im wissenschaftlichen Magazin Molecular Cell veröffentlicht wurde, können Antibiotika Mutationen von Bakterien verstärken, so dass es darüber auch zu einer größeren Entwicklung von Resistenzen kommen kann. Ein Forschungsteam rund um den Naturwissenschaftler James Collins von der Universität Boston fand heraus, dass Antibiotika die Produktion freier radikale (ROS) in Bakterien unterstützen. Ab einer gewissen Antibiotikumkonzentration unterstützen freie Radikale die Abtötung von Bakterien, in dem sie unterschiedliche Bausteine der Bakterien verändern, wie auch die Erbsubstanz, die DNA. Das kann unterschiedliche, nicht erwünschte Konsequenzen haben. So kann es auch dazu kommen, dass es bei Bakterien, die nicht komplett abgetötet wurden, als Folge der erbgutverändernden Wirkung zu Mutationen und damit zu den gefürchteten Resistenzen kommt, was letztlich eine Stärkung der Bakterien bedeutet.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 16.02.2010
Birkenpollen 2010 wohl recht aktiv
BERLIN - Die europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin erwartet für 2010 eine stärkere Belastung der Luft durch Birkenpollen als im vergangenen Jahr. Grundlage dieser Vorhersage sind Langzeitbeobachtungen der Stiftung deutscher Polleninformationsdienst. Diese haben ergeben, dass die Belastung durch Birkenpollen sich abwechselt. Auf Jahren mit schwacher Belastung folgen Jahre mit starker. 2009 war vergleichsweise gering belastet, so dass für 2010 nun eine entsprechend starke Belastung erwartet wird. Allerdings gibt es für diesen Rhythmus keine wissenschaftliche Erklärung. Der Saisonbeginn für Birkenpollen wird 2010 ungefähr Ende März sein und bis Ende Mai dauern. Menschen, die wissen, dass sie auf Birkenpollen besonders reagieren sollten sich bereits jetzt mit ihrem Arzt besprechen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Möglicherweise körperliches Diagnosekriterium für Schizophrenierisiko entdeckt
KÖLN - Kanadische Forscher um Marc Hébert von der Universität Québec konnten in einer Studie zeigen, dass bestimmte Zellen der Netzhaut bei Menschen mit Schizophrenie bzw. bipolaren Störungen anders reagieren als bei Gesunden. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in "Biological Psychiatry ", einer amerikanischen Fachzeitschrift. Demnach reagieren die sogenannten Stäbchen der Netzhaut bei Menschen, in deren Familie Schizophrenie häufiger auftritt, schwächer auf Licht als bei Menschen ohne diese Belastung. Die Stäbchen der Netzhaut (Retina) sind für Hell-Dunkel-Sehen und das Dämmerungssehen zuständig und liegen verstärkt an den Rändern der Netzhaut. Im Zentrum der Retina hingegen finden sich mehr "Zäpfchen" die für das Farbsehen zuständig sind. Dass Manschen mit bipolaren Störungen oder Schizophrenie die Welt anders wahrnehmen als wir, ist bekannt. Die nun entdeckte, veränderte Reaktion der Stäbchen, könnte damit zusammenhängen und damit erstmals ein körperliches Diagnosekriterium dieser psychischen Erkrankungen sein. Die Forscher schränken allerdings ein, dass weiter Studien nötig seien, um die tatsächliche Bedeutung ihrer Entdeckung zu überprüfen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Impfung gegen Magenkrebs bald möglich?
MÜNCHEN - Unser Magen ist ein wirklich tötlicher Ort für die meisten Eindringlinge, die durch den Magen-Darm-Trakt unseren Körper besiedeln wollen. Dabei ist die Magensäure von elementarer Bedeutung. Das Bakterium Helicobacter Pylori ist einer der wenigen ungebetenen Gäste, der es geschafft hat, diesen Schutzmechanismus zu überwinden, sich vor der Magensäure zu schützen und ist sogar in der Lage diesen unwirtlichen Ort zu besiedeln. Bei vielen Menschen löst dieser „Gast“ chronische Magenschleimhaut- oder Zwölffingerdarmentzündungen aus, die die Gefahr an Magenkrebs zu erkranken um das zwanzigfache erhöhen! Der Zusammenhang dieser Infektionen und Magenkrebs ist viel stärker, als bisher angenommen wurde. Eine vorbeugende Behandlung gibt es bisher nicht, weshalb das Klinikum der Technischen Universität München an einer Impfung gegen das hartnäckige Bakterium arbeitet. Sollte der Durchbruch gelingen, gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Magenkrebs-Neuerkrankungen deutlich gesenkt werden kann.
Quelle: Münchener Wissenschaflter arbeiten an einem Impfstoff gegen Helicobacter Pylori.
MÜNCHEN - Unser Magen ist ein wirklich tötlicher Ort für die meisten Eindringlinge, die durch den Magen-Darm-Trakt unseren Körper besiedeln wollen. Dabei ist die Magensäure von elementarer Bedeutung. Das Bakterium Helicobacter Pylori ist einer der wenigen ungebetenen Gäste, der es geschafft hat, diesen Schutzmechanismus zu überwinden, sich vor der Magensäure zu schützen und ist sogar in der Lage diesen unwirtlichen Ort zu besiedeln. Bei vielen Menschen löst dieser „Gast“ chronische Magenschleimhaut- oder Zwölffingerdarmentzündungen aus, die die Gefahr an Magenkrebs zu erkranken um das zwanzigfache erhöhen! Der Zusammenhang dieser Infektionen und Magenkrebs ist viel stärker, als bisher angenommen wurde. Eine vorbeugende Behandlung gibt es bisher nicht, weshalb das Klinikum der Technischen Universität München an einer Impfung gegen das hartnäckige Bakterium arbeitet. Sollte der Durchbruch gelingen, gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Magenkrebs-Neuerkrankungen deutlich gesenkt werden kann.
Quelle: Münchener Wissenschaflter arbeiten an einem Impfstoff gegen Helicobacter Pylori.
MÜNCHEN - Unser Magen ist ein wirklich tötlicher Ort für die meisten Eindringlinge, die durch den Magen-Darm-Trakt unseren Körper besiedeln wollen. Dabei ist die Magensäure von elementarer Bedeutung. Das Bakterium Helicobacter Pylori ist einer der wenigen ungebetenen Gäste, der es geschafft hat, diesen Schutzmechanismus zu überwinden, sich vor der Magensäure zu schützen und ist sogar in der Lage diesen unwirtlichen Ort zu besiedeln. Bei vielen Menschen löst dieser „Gast“ chronische Magenschleimhaut- oder Zwölffingerdarmentzündungen aus, die die Gefahr an Magenkrebs zu erkranken um das zwanzigfache erhöhen! Der Zusammenhang dieser Infektionen und Magenkrebs ist viel stärker, als bisher angenommen wurde. Eine vorbeugende Behandlung gibt es bisher nicht, weshalb das Klinikum der Technischen Universität München an einer Impfung gegen das hartnäckige Bakterium arbeitet. Sollte der Durchbruch gelingen, gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Magenkrebs-Neuerkrankungen deutlich gesenkt werden kann.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
WHO: "Schweinegrippe" hat Höhepunkt überschritten
GENF - Die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf sieht den Höhepunkt der sogenannten "Schweinegrippe" als überschritten an und berichtet von weiter zurückgehenden Aktivität oder geringer Aktivität in den meisten Bereichen der nördlichen Breiten. Der Höhepunkt sei Ende Oktober und im November 2009 gewesen, so die WHO. Weltweit sind über 15 100 Menschen nachgewiesener Maßen an H1N1 verstorben, die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen. Aktivität verzeichnet die WHO noch in Afrika, Osteuropa und Ost-Asien, allerdings auch hier mit fallender Tendenz.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 10.02.2010
Pils ist gesund
KÖLN - Eine gute Nachricht für alle, die in den kommenden Karnevalstagen das ein oder andere Bier trinken werden, kommt jetzt aus Kalifornien: Ein mäßiger Bierkonsum kann Osteoporose vorbeugen. Das ist schon länger bekannt. Forschern der University of California um Charles Bamforth haben sich nun ausführlicher damit beschäftigt. Die Ursache für die knochenaufbau-fördernde Wirkung liegt im hohen Siliziumanteil des Bieres. Die Forscher haben durch eine Analyse der unterschiedlichen Bestandteile des Biers und der verschiedenen Brauverfahren festgestellt, dass helles Malz und der Hopfen den höchsten Anteil an Silizium enthalten. Insofern ist für die Knochen der Genuss von Pils besser als z. B. Weizenbier. Allerdings ist und bleibt Bier auch ein alkoholisches Getränk und deswegen ist ein maßvoller Umgang damit geboten, auch und gerade in den tollen Tagen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Schlank durch dünne Luft
KÖLN - Kürzlich wurde an der Zugspitze eine Studie vom Forscher Florian Lippl und seinem Team von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitarbeiter mit 20 übergewichtigen Probanden mittleren Alters durchgeführt. Die Studienteilnehmer nahmen allein dadurch ab, dass sie sich in einer Region mit Höhenluft aufhielten. Sie sollten weder eine strenge Diät einhalten noch sich körperlichen Anstrengungen unterziehen, sie durften essen, so viel sie wollten. Dabei nahmen die männlichen Probanden etwa 2000kcal zu sich, was weniger war, als sie zu Hause zu sich nahmen. Insgesamt nahmen die Studienteilnehmer in einer Woche durchschnittlich 1,5kg ab. Für die Gewichtsreduktion machte das Forschungsteam den veränderten Luftdruck in der Höhenlage verantwortlich. Dieser führt laut der Studie zu einem erhöhten Grundumsatz und einer Reduktion des Appetits.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 08.02.2010
Kollagenase bei Dupuytren'scher Kontraktur in USA zugelassen
KÖLN - Die FDA, die Food And Drug Administration, die amerikanische Arzneimittelbehörde, hat zum ersten Mal erlaubt, dass eine Dupuytren' sche Kontraktur mittels einer Medikamenteninjektion behandelt wurde. Bei der Dupuytren' schen Krankheit entsehen in der Faserplatte der Handfläche Knötchen und Verhärtungen, die im Laufe der Zeit dazu führen, dass die Finger nicht mehr richtig ausgestreckt werden können. Bislang konnte bei keiner konservativen Therapie eine Wirksamkeit nachgewiesen werden, so dass die OP meist unvermeidlich wurde. In dem nun zugelassenen Verfahren wird Kollagenase, ein Enzym, das Kollagen, also das Bindegewebe auflöst, direkt in die strangförmigen Verhärtungen der Handfläche gespritzt. Dann "bricht" der Behandler durch starke Streckung des betroffenen Fingers die Kontraktur. Diese Prozedur wird von Patienten als äußerst schmerzhaft beschrieben. Andererseits kann sie die Operation ersparen. Neben dem Schmerz ist die schlimmste, mögliche Nebenwirkung ein möglicher Riss der Sehne, der allerdings in den Studien zu dieser Methode nur selten auftrat. Mit einer schmerzenden Schwellung und Blutergüssen muss man allerdings rechnen. Eine Patientin hat ihre Behandlung mit dieser Methode auf YouTube eingestellt, so dass sich jeder ein Bild von der Methode machen kann.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 05.02.2010
Mangel an Serotonin als Ursache bei plötzlichem Kindstod?
KÖLN - Die Neuropathologin Hannah Kinney berichtet im Ärzteblatt der USA (JAMA), dass ihre pathologischen Untersuchungen ergeben haben, dass ein Mangel an Serotonin den unwillkürlichen Atemantrieb hemmen und den Tod der Kinder im Schlaf auslösen könnte. Diese Erkenntnis passt zu der Theorie, dass drei Faktoren zusammenkommen müssen um einen plötzlichen Kindstod (oder das "sudden infant death syndrom", kurz SIDS) auszulösen, nämlich die Vulnerabilität (Anfälligkeit bzw. Verletzlichkeit). Dies könnte der genetisch bedingte Mangel an Serotonin im Gehirn sein, eine kritische Phase der Kindesentwicklung (nämlich das erste Lebensjahr) und äußere Einflüsse wie z. B. Raucher in der Umgebung, Bauchlage Nach den bisherigen Untersuchungen könnte der angeborene Serotoninmangel der ausschlaggebende Faktor sein, wenn einer oder zwei der anderen Faktoren vorliegen. Bislang gibt es allerdings keinen Test, um den Serotoninmangel vor dem SIDS festzustellen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Fisch gegen Psychosen?
WIEN - Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, die mit einem ausgedehnten Verlust des Realitätbezuges einhergeht. Die genaue Ursache für eine Psychose kann organischer oder nichtorganischer Natur sein und dabei sind besonders die nichtorganischen Ursachen noch weitgehend unbekannt. In der Behandlung spielen Medikamente und auch die richtige psychiatrische Betreuung eine zentrale Rolle, wobei neue Erkenntnisse der Forscher um Prof. Dr. Paul Amminger von den Universitäten Wien und Melbourne einen weiteren Baustein der Ursachenforschung bzw. Therapie bieten könnten. Erstaunlicher Weise versuchen die Wissenschaftler einen therapeutischen Wert von Omega-3 Fettssäuren, die besonders in bestimmten Fischen zu finden sind, nachzuweisen. Sie führten eine einjährige Studie mit 81 Probanden durch, die alle einer Risikogruppe für Psychose-Erkrankungen angehören. 12 Wochen lang nahmen 41 der Teilnehmer Fischölkapseln mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und die Kontrollgruppe von 40 Probanden, ein Placebo ein. Nach einer einjährigen Beobachtungszeit, entwickelten nur 4,9 Prozent der Gruppe, die Fischölkapseln einnahm, eine Psychose. Bei der Kontrollgruppe mit den Placebos, waren es 27,5 Prozent. Nach dieser Studie wurde das Risiko an einer Psychose zu erkranken, um 25 Prozent gesenkt! Man sollte das Ergebnis allerdings nicht überbewerten, da es sich zum einen um eine sehr kleine Versuchgruppe handelte und zum anderen keine Unterscheidung der verschiedenen Psychose-Formen im Ergebnis genannt wurden.
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Schlechte Noten kein Grund zu Medikamenten zu greifen
DÜSSELDORF - An den Schulen gibt es jetzt wieder die Halbjahreszeugnisse. Das nimmt der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKL) zum Anlass, davor zu warnen, Konzentrationsstörungen bei Kinder medikamentös zu behandeln. Auf Grund von schlechten Noten in den Zeugnissen kämen immer wieder Eltern in die Praxen, die darum bäten, den Kindern Medikamente zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit zu verordnen. "Konzentration aus dem Medikamentenschrank " ist aber gefährlich, so der BVKJ. Natürlich kann mangelnde Konzentrationsfähigkeit auch zu Leistungsschwäche führen. Besser als Medikamente oder die Aufforderung "Nun reiß Dich doch mal zusammen" ist eine gezielte Förderung der Arbeitshaltung, indem Eltern z. B: bei den Hausaufgaben anwesend sind, kontrollieren aber auch helfen. Weiter empfiehlt der BVKJ für eine ruhige Umgebung zu sorgen und Ablenkungsquellen wie Handy, Fernsehen etc. auszuschalten, aber auch Geschwisterkinder in getrennten Räumen unterzubringen. Hilfreich sind auch feste Zeiten, in denen die Hausaufgaben erledigt werden, aber auch feste Zeiten für Freizeit. Die Kinder- und Jugendärzte raten auch dazu, den Alltag des Kindes genauer anzusehen: jeden Nachmittag andere Verpflichutngen und Termine seinen zu viel. In den freien Zeiten sollten Kinder vorwiegend an der frischen Luft sein und nicht stundenlang vor Computer oder Fernseher sitzen. Auch auf ausreichenden Schlaf sollen die Eltern achten. Erst wenn all diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen und das Kind ist weiter sehr leicht ablenkbar oder "zappelig", sollte der Kinderarzt zugezogen werden.
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Wer länger schläft ist weniger anfällig für Erkältungskrankheiten.
KÖLN – In einer vierjährigen Studie mit weit über hundert Probanden haben Wissenschaftler rund um den Forscher Sheldon Cohen von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh die Zusammenhänge zwischen Schlafdauer und dem Risiko an Schnupfen zu erkranken untersucht. Dabei fand das Forschungsteam heraus, dass Menschen, die mit Unterbrechungen schlafen oder eine nur kurze Schlafdauer haben, anfälliger für Schnupfen sind als diejenigen, die länger und ohne Unterbrechung schlafen. Im Fachmagazin "Archives of Internal Medicine" veröffentlichten die Wissenschaftler aus Pittsburgh kürzlich ihre Ergebnisse: Demnach steigt das Risiko an Schnupfen zu erkranken um ein Dreifaches, wenn weniger als sieben Stunden geschlafen wird im Vergleich zu Probanden, die acht Stunden oder länger schliefen.
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Freitag, 29.01.2010
Alkohol ist kein Frostschutzmittel für den Menschen
KÖLN - Bei frostigen Temperaturen greift mancher gern zu Alkohol. Gerade beim Wintersport sind alkoholische Getränke sehr beliebt. Sie suggerieren ein subjektives Empfinden innerer Wärme. Allerdings ist die Wirkung eher von kurzer Dauer und nicht ungefährlich: Durch Alkohol kommt es zu einer Gefäßweitstellung. Die Blutgefäße der Haut weiten sich, allerdings verringert sich zeitgleich die Blutversorgung der inneren Organe, was im schlimmsten Fall bei diesen zu einer deutlichen Mangelversorgung führen kann. Die Folge wäre eine gefährliche Unterkühlung. Symptome der Unterkühlung können Erschöpfung und Versteifung der Extremitäten sein. Um sich innerlich zu erwärmen, sind wärmende Kräutertees sinnvoll. Es gibt Tees, die durch schärfende Gewürzbeimischungen, wie zum Beispiel Zimt oder Ingwer, besonders geeignet sind. Sollten sich Erfrierungen der Haut bilden, fallen diese äußerlich durch eine Graufärbung auf. Besonders gefährdet sind Körperregionen wie Ohren, Nase, Zehen und Finger, die durch entsprechende Kleidung gut geschützet werden sollten. Sollten sich Erfrierungserscheinungen bemerkbar machen, bitte die Körperareale nicht massieren. Dadurch können sich die Beschwerden verstärken. Sinnvoll, als Ersthelfermaßnahmen, sind schluckweises Trinken von warmen Wasser und Einhüllen in warme Decken und sich ärztliche Hilfe holen! Zu schnelles Erwärmen kann zu Herzproblemen führen.
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Zu strenge Diabeteseinstellung eher ein Risiko?
CARDIFF - Bei Menschen mit Typ2-Diabetes, dem sogenannten "Altersdiabetes" kann eine zu strenge Einstellung der Blutzuckerwerte auch schaden. Das hat die Analyse von Krankenakten britischer Hausärzte ergeben, die jetzt im "Lancet" veröffentlicht wurde. Als Maß für die Güte der Einstellung wird der HbA1C herangezogen, der auch als "Langzeit-Wert" bezeichnet wird. Dieser Wert gibt Aufschluss über die Höhe des Blutzuckerspiegels in ungefähr den letzten drei Monaten. Schon in der ACCORD-Studie aus den USA gibt es ähnliche Hinweise. Der HbA1c liegt bei Gesunden unter 6 %. Diesen Wert fordern Diabetologen auch für Diabetiker und auch in der US-Studie wurde er als Ziel definiert. Durchschnittlich wurde bei den Patienten ein HbA1c von 6,4 % tatsächlich erreicht. Die Studie wurde abgebrochen, weil die Sterblichkeit unter dieser stark Blutzucker-senkenden Therapie deutlich höher lag, als in der Vergleichsgruppe, die immerhin einen Langzeitwert von 7,4 % erreichte. Auch die Daten der britischen Hausärzte zeigten, dass die Sterblichkeit der Patienten, die einen Wert von 7,5 % erreichten, am geringsten war. Sowohl Diabetiker mit einem höherem, aber auch die mit einem niedrigeren HbA1c hatten eine höhere Sterblichkeitsrate. Über die Ursachen wird noch spekuliert. Vermutungen gehen in Richtung von Medikamentennebenwirkungen, aber auch vermehrte Unterzuckerungen im Rahmen einer sehr straffen Zuckereinstellung halten Diabetologen für eine mögliche Ursache.
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Dienstag, 26.01.2010
Organspenden 2009 auf Tiefstand
KÖLN - Die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) in Frankfurt, die bundesweit Organspenden koordiniert, teilt mit, dass die Zahl der Organspenden in Deutschland 2009 annähernd auf Vorjahresniveau stagnierte. Insgesamt hätten 2009 1217 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe zur Verfügung gestellt. Dies seien 19 Spenden mehr als im Vorjahr, auch die Zahl der Transplantationen sei mit 4500 gegenüber 2008 unverändert. „Der Organmangel in Deutschland ist nach wie vor alarmierend. Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie drei Menschen täglich auf der Warteliste für ein Spenderorgan versterben“ so Prof. Dr. Günter Kirste, der Medizinische Vorstand der DSO. Als Ursachen führt der Bericht zum einem zu wenige Gespräche in der Familie über dieses Thema an, was oft dazu führe, dass Angehörigen der Wille des Verstorbenen nicht bekannt sei, aber auch Probleme in der Zusammenarbeit von DSO, Kliniken und den Transplantationsbeauftragten. Deshalb will die Deutsche Stiftung Organspende in ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt investieren, das dafür Sorgen soll, dass tatsächlich möglichst alle Spender der DSO gemeldet werden, aber auch in der Öffentlichkeit will die DSO sich weiterhin mit ihrer Stiftung "FÜRS LEBEN" und ihrem kostenlosen Info-Telefon unter 0800 90 40 400 dafür einsetzen, dass mehr Menschen die Notwendigkeit von Organspenden bewusst wird und sie sich deshalb aktiv dafür entscheiden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg