Montag, 08.02.2010
Kollagenase bei Dupuytren'scher Kontraktur in USA zugelassen
KÖLN - Die FDA, die Food And Drug Administration, die amerikanische Arzneimittelbehörde, hat zum ersten Mal erlaubt, dass eine Dupuytren' sche Kontraktur mittels einer Medikamenteninjektion behandelt wurde. Bei der Dupuytren' schen Krankheit entsehen in der Faserplatte der Handfläche Knötchen und Verhärtungen, die im Laufe der Zeit dazu führen, dass die Finger nicht mehr richtig ausgestreckt werden können. Bislang konnte bei keiner konservativen Therapie eine Wirksamkeit nachgewiesen werden, so dass die OP meist unvermeidlich wurde. In dem nun zugelassenen Verfahren wird Kollagenase, ein Enzym, das Kollagen, also das Bindegewebe auflöst, direkt in die strangförmigen Verhärtungen der Handfläche gespritzt. Dann "bricht" der Behandler durch starke Streckung des betroffenen Fingers die Kontraktur. Diese Prozedur wird von Patienten als äußerst schmerzhaft beschrieben. Andererseits kann sie die Operation ersparen. Neben dem Schmerz ist die schlimmste, mögliche Nebenwirkung ein möglicher Riss der Sehne, der allerdings in den Studien zu dieser Methode nur selten auftrat. Mit einer schmerzenden Schwellung und Blutergüssen muss man allerdings rechnen. Eine Patientin hat ihre Behandlung mit dieser Methode auf YouTube eingestellt, so dass sich jeder ein Bild von der Methode machen kann.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 05.02.2010
Mangel an Serotonin als Ursache bei plötzlichem Kindstod?
KÖLN - Die Neuropathologin Hannah Kinney berichtet im Ärzteblatt der USA (JAMA), dass ihre pathologischen Untersuchungen ergeben haben, dass ein Mangel an Serotonin den unwillkürlichen Atemantrieb hemmen und den Tod der Kinder im Schlaf auslösen könnte. Diese Erkenntnis passt zu der Theorie, dass drei Faktoren zusammenkommen müssen um einen plötzlichen Kindstod (oder das "sudden infant death syndrom", kurz SIDS) auszulösen, nämlich die Vulnerabilität (Anfälligkeit bzw. Verletzlichkeit). Dies könnte der genetisch bedingte Mangel an Serotonin im Gehirn sein, eine kritische Phase der Kindesentwicklung (nämlich das erste Lebensjahr) und äußere Einflüsse wie z. B. Raucher in der Umgebung, Bauchlage Nach den bisherigen Untersuchungen könnte der angeborene Serotoninmangel der ausschlaggebende Faktor sein, wenn einer oder zwei der anderen Faktoren vorliegen. Bislang gibt es allerdings keinen Test, um den Serotoninmangel vor dem SIDS festzustellen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Fisch gegen Psychosen?
WIEN - Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, die mit einem ausgedehnten Verlust des Realitätbezuges einhergeht. Die genaue Ursache für eine Psychose kann organischer oder nichtorganischer Natur sein und dabei sind besonders die nichtorganischen Ursachen noch weitgehend unbekannt. In der Behandlung spielen Medikamente und auch die richtige psychiatrische Betreuung eine zentrale Rolle, wobei neue Erkenntnisse der Forscher um Prof. Dr. Paul Amminger von den Universitäten Wien und Melbourne einen weiteren Baustein der Ursachenforschung bzw. Therapie bieten könnten. Erstaunlicher Weise versuchen die Wissenschaftler einen therapeutischen Wert von Omega-3 Fettssäuren, die besonders in bestimmten Fischen zu finden sind, nachzuweisen. Sie führten eine einjährige Studie mit 81 Probanden durch, die alle einer Risikogruppe für Psychose-Erkrankungen angehören. 12 Wochen lang nahmen 41 der Teilnehmer Fischölkapseln mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und die Kontrollgruppe von 40 Probanden, ein Placebo ein. Nach einer einjährigen Beobachtungszeit, entwickelten nur 4,9 Prozent der Gruppe, die Fischölkapseln einnahm, eine Psychose. Bei der Kontrollgruppe mit den Placebos, waren es 27,5 Prozent. Nach dieser Studie wurde das Risiko an einer Psychose zu erkranken, um 25 Prozent gesenkt! Man sollte das Ergebnis allerdings nicht überbewerten, da es sich zum einen um eine sehr kleine Versuchgruppe handelte und zum anderen keine Unterscheidung der verschiedenen Psychose-Formen im Ergebnis genannt wurden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Schlechte Noten kein Grund zu Medikamenten zu greifen
DÜSSELDORF - An den Schulen gibt es jetzt wieder die Halbjahreszeugnisse. Das nimmt der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKL) zum Anlass, davor zu warnen, Konzentrationsstörungen bei Kinder medikamentös zu behandeln. Auf Grund von schlechten Noten in den Zeugnissen kämen immer wieder Eltern in die Praxen, die darum bäten, den Kindern Medikamente zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit zu verordnen. "Konzentration aus dem Medikamentenschrank " ist aber gefährlich, so der BVKJ. Natürlich kann mangelnde Konzentrationsfähigkeit auch zu Leistungsschwäche führen. Besser als Medikamente oder die Aufforderung "Nun reiß Dich doch mal zusammen" ist eine gezielte Förderung der Arbeitshaltung, indem Eltern z. B: bei den Hausaufgaben anwesend sind, kontrollieren aber auch helfen. Weiter empfiehlt der BVKJ für eine ruhige Umgebung zu sorgen und Ablenkungsquellen wie Handy, Fernsehen etc. auszuschalten, aber auch Geschwisterkinder in getrennten Räumen unterzubringen. Hilfreich sind auch feste Zeiten, in denen die Hausaufgaben erledigt werden, aber auch feste Zeiten für Freizeit. Die Kinder- und Jugendärzte raten auch dazu, den Alltag des Kindes genauer anzusehen: jeden Nachmittag andere Verpflichutngen und Termine seinen zu viel. In den freien Zeiten sollten Kinder vorwiegend an der frischen Luft sein und nicht stundenlang vor Computer oder Fernseher sitzen. Auch auf ausreichenden Schlaf sollen die Eltern achten. Erst wenn all diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen und das Kind ist weiter sehr leicht ablenkbar oder "zappelig", sollte der Kinderarzt zugezogen werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Wer länger schläft ist weniger anfällig für Erkältungskrankheiten.
KÖLN – In einer vierjährigen Studie mit weit über hundert Probanden haben Wissenschaftler rund um den Forscher Sheldon Cohen von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh die Zusammenhänge zwischen Schlafdauer und dem Risiko an Schnupfen zu erkranken untersucht. Dabei fand das Forschungsteam heraus, dass Menschen, die mit Unterbrechungen schlafen oder eine nur kurze Schlafdauer haben, anfälliger für Schnupfen sind als diejenigen, die länger und ohne Unterbrechung schlafen. Im Fachmagazin "Archives of Internal Medicine" veröffentlichten die Wissenschaftler aus Pittsburgh kürzlich ihre Ergebnisse: Demnach steigt das Risiko an Schnupfen zu erkranken um ein Dreifaches, wenn weniger als sieben Stunden geschlafen wird im Vergleich zu Probanden, die acht Stunden oder länger schliefen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 29.01.2010
Alkohol ist kein Frostschutzmittel für den Menschen
KÖLN - Bei frostigen Temperaturen greift mancher gern zu Alkohol. Gerade beim Wintersport sind alkoholische Getränke sehr beliebt. Sie suggerieren ein subjektives Empfinden innerer Wärme. Allerdings ist die Wirkung eher von kurzer Dauer und nicht ungefährlich: Durch Alkohol kommt es zu einer Gefäßweitstellung. Die Blutgefäße der Haut weiten sich, allerdings verringert sich zeitgleich die Blutversorgung der inneren Organe, was im schlimmsten Fall bei diesen zu einer deutlichen Mangelversorgung führen kann. Die Folge wäre eine gefährliche Unterkühlung. Symptome der Unterkühlung können Erschöpfung und Versteifung der Extremitäten sein. Um sich innerlich zu erwärmen, sind wärmende Kräutertees sinnvoll. Es gibt Tees, die durch schärfende Gewürzbeimischungen, wie zum Beispiel Zimt oder Ingwer, besonders geeignet sind. Sollten sich Erfrierungen der Haut bilden, fallen diese äußerlich durch eine Graufärbung auf. Besonders gefährdet sind Körperregionen wie Ohren, Nase, Zehen und Finger, die durch entsprechende Kleidung gut geschützet werden sollten. Sollten sich Erfrierungserscheinungen bemerkbar machen, bitte die Körperareale nicht massieren. Dadurch können sich die Beschwerden verstärken. Sinnvoll, als Ersthelfermaßnahmen, sind schluckweises Trinken von warmen Wasser und Einhüllen in warme Decken und sich ärztliche Hilfe holen! Zu schnelles Erwärmen kann zu Herzproblemen führen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Zu strenge Diabeteseinstellung eher ein Risiko?
CARDIFF - Bei Menschen mit Typ2-Diabetes, dem sogenannten "Altersdiabetes" kann eine zu strenge Einstellung der Blutzuckerwerte auch schaden. Das hat die Analyse von Krankenakten britischer Hausärzte ergeben, die jetzt im "Lancet" veröffentlicht wurde. Als Maß für die Güte der Einstellung wird der HbA1C herangezogen, der auch als "Langzeit-Wert" bezeichnet wird. Dieser Wert gibt Aufschluss über die Höhe des Blutzuckerspiegels in ungefähr den letzten drei Monaten. Schon in der ACCORD-Studie aus den USA gibt es ähnliche Hinweise. Der HbA1c liegt bei Gesunden unter 6 %. Diesen Wert fordern Diabetologen auch für Diabetiker und auch in der US-Studie wurde er als Ziel definiert. Durchschnittlich wurde bei den Patienten ein HbA1c von 6,4 % tatsächlich erreicht. Die Studie wurde abgebrochen, weil die Sterblichkeit unter dieser stark Blutzucker-senkenden Therapie deutlich höher lag, als in der Vergleichsgruppe, die immerhin einen Langzeitwert von 7,4 % erreichte. Auch die Daten der britischen Hausärzte zeigten, dass die Sterblichkeit der Patienten, die einen Wert von 7,5 % erreichten, am geringsten war. Sowohl Diabetiker mit einem höherem, aber auch die mit einem niedrigeren HbA1c hatten eine höhere Sterblichkeitsrate. Über die Ursachen wird noch spekuliert. Vermutungen gehen in Richtung von Medikamentennebenwirkungen, aber auch vermehrte Unterzuckerungen im Rahmen einer sehr straffen Zuckereinstellung halten Diabetologen für eine mögliche Ursache.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 26.01.2010
Organspenden 2009 auf Tiefstand
KÖLN - Die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) in Frankfurt, die bundesweit Organspenden koordiniert, teilt mit, dass die Zahl der Organspenden in Deutschland 2009 annähernd auf Vorjahresniveau stagnierte. Insgesamt hätten 2009 1217 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe zur Verfügung gestellt. Dies seien 19 Spenden mehr als im Vorjahr, auch die Zahl der Transplantationen sei mit 4500 gegenüber 2008 unverändert. „Der Organmangel in Deutschland ist nach wie vor alarmierend. Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie drei Menschen täglich auf der Warteliste für ein Spenderorgan versterben“ so Prof. Dr. Günter Kirste, der Medizinische Vorstand der DSO. Als Ursachen führt der Bericht zum einem zu wenige Gespräche in der Familie über dieses Thema an, was oft dazu führe, dass Angehörigen der Wille des Verstorbenen nicht bekannt sei, aber auch Probleme in der Zusammenarbeit von DSO, Kliniken und den Transplantationsbeauftragten. Deshalb will die Deutsche Stiftung Organspende in ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt investieren, das dafür Sorgen soll, dass tatsächlich möglichst alle Spender der DSO gemeldet werden, aber auch in der Öffentlichkeit will die DSO sich weiterhin mit ihrer Stiftung "FÜRS LEBEN" und ihrem kostenlosen Info-Telefon unter 0800 90 40 400 dafür einsetzen, dass mehr Menschen die Notwendigkeit von Organspenden bewusst wird und sie sich deshalb aktiv dafür entscheiden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Bessere Versorgung Demenzkranker erforderlich
BERLIN - die Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) hat eine bessere Versorgung von demenzerkrankten Menschen angemahnt. Die IDA bezeichnete in Berlin die Demenzerkrankungen als eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen. Angesichts des zunehmenden Durchschnittsalters stiegen Anzahl von Menschen, die an Demenz leiden. Nicht nur die pflegerische Versorgung dieser Menschen, sonder auch die medizinische Versorgung müsse verbessert werden. Auf Grund der steigenden Zahlen Demenzerkrankter würde die Versorgung durch Angehörige zunehmend wichtig; doch müsse den pflegenden Angehörigen entsprechende Unterstützung zu Teil werden. Die IDA stützt ihre Forderungen auf die Auswertung von Zahlen die innerhalb von vier Jahren in der Modellregion Franken gewonnen wurden. Partner der Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin sind neben Pharmaunternehmen auch die AOK Bayern und der AOK-Bundesverband.
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Haiti: Malteser mit „Emergency Health Kits“ vor Ort
KÖLN - Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti vor einer Woche gab es gestern ein erneutes Beben der Stärke (über) 6, was die Menschen wieder in Angst und Schrecken versetzte. Zum Glück scheint es diesmal keine große Zahl weiterer Opfer gegeben zu haben. Weltweit ist eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft angelaufen. Auch die Malteser sind vor Ort im Einsatz. "Malteser International" ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. "Selbst einfache Wunden werden durch die schlechten hygienischen Verhältnisse auch nach der ersten Versorgung zu einer Gefahr. Wir rechnen mit einer hohen Infektionsrate bereits primär versorgter Wunden und verstärken daher unsere Hilfe in diesem Bereich," so Prof. Dr. Klaus Runggaldier, Rettungsdienstleiter der Malteser aus Port-au-Prince. Die beiden Emergency Health Kits mit Antibiotika, Medikamenten und Verbandmaterial, die gestern in Port-au-Prince eintrafen, hätten kaum später kommen dürfen, so Runggaldier. Weiteres internationales medizinisches Personal der Malteser wird heute morgen Ortszeit in Haiti erwartet. Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Haiti auf: Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Erdbeben Haiti Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de
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Niedriger Luftdruck oder Flugangst?
KÖLN - Der eine oder andere Flugreisende kennt die Symptome: Unwohlsein, Muskelschmerz, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Nervosität. Doch nicht jeder, der sich im Flieger nicht wohl fühlt, leidet dann unter Flugangst. Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Körper sensibel auf den weniger werdenden Luftdruck an Bord reagiert. Eine Flughöhe von bis zu 8.000 Fuß ist für gesunde Menschen zwar ungefährlich, dennoch kann es dann schon zu den oben beschriebenen Beeinträchtigungen kommen. Ein amerikanisches Forscherteam um J.M. Muhm aus Seattle führte zu diesem Thema im Jahre 2007 eine Studie mit 502 Freiwilligen durch: Die Wissenschaftler simulierten bei den Probanden die Druckveränderungen auf den Körper bei ansteigender Flughöhe in einer Unterdruckammer. Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass der Sauerstoffmangel das Befinden wesentlich beeinflusst, jedoch nicht in dem Maß wie bei der Höhenkrankheit. Während der 20stündigen Versuchszeit konnten die Wissenschaftler ein Sinken der Sauerstoffsättigung im Blut parallel zur ansteigenden Flughöhe feststellen. Insgesamt konnte auch ermittelt werden, dass jüngere Menschen und insbesondere Frauen stärker reagierten.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Äpfel sind gut für die Verdauung
KÖLN - Das wissenschaftliche Team des Lebensmittel-Forschungsinstitut der Technischen Universität Kopenhagen rund um den Mikrobiologen um Tine Rask Licht fand bei Versuchen mit Ratten heraus, das Äpfel die Verdauung positiv beeinflussen. Dieses Ergebnis sei wohl auch auf den Menschen übertragbar, allerdings bedürfe es noch weiterer Studien. Die Ratten wurden über längere Zeit mit Äpfeln gefüttert, außerdem bekamen sie Apfelsaft und Apfelmus. Das Forschungsteam fand heraus, dass das in Äpfeln enthaltene Pektin die Aktivität zur Verdauung wichtiger Bakterien fördere. Bislang galt Pektin lediglich als für den Menschen unverdaulichen Ballaststoff.
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Geschmacksrezeptoren hoch effektiv
POTSDAM - Wer eine Tasse Kaffee trinkt oder Bitterschokolade ist, erfährt den Geschmackseindruck "bitter". Ein Team von Wissenschaftlern um Wolfgang Meyerhof am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam hat nun festgestellt, dass schon drei Arten von Geschmacksrezeptoren um die 50 Bitterstoffe erkennen können. Die Wissenschaftler haben 104 Bitterstoffe ausgetestet die im täglichen Leben eine Rolle spielen, wie eben z. B. im Kaffee. Außerdem gelang es den Forschern, 64 Bitterstoffen, für die die Rezeptoren bisher unbekannt waren, "ihren" Rezeptor zuzuordnen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 19.01.2010
Alkohol ist kein Frostschutzmittel für den Menschen!
KÖLN - Bei frostigen Temperaturen greift mancher gern zu Alkohol. Gerade beim Wintersport sind alkoholische Getränke sehr beliebt. Sie suggerieren ein subjektives Empfinden innerer Wärme. Allerdings ist die Wirkung eher von kurzer Dauer und nicht ungefährlich. Durch Alkohol kommt es zu einer Gefäßweitstellung. Die Blutgefäße der Haut weiten sich, allerdings verringert sich zeitgleich die Blutversorgung der inneren Organe, was im schlimmsten Fall zu einer deutlichen Mangelversorgung der Organe mit Blut führen kann. Die Folge wäre eine gefährliche Unterkühlung. Symptome der Unterkühlung können sein: Erschöpfung und Versteifung der Extremitäten. Um sich innerlich zu erwärmen, sind eher wärmende Kräutertees sinnvoll. Es gibt Tees, die durch schärfende Gewürzbeimischungen, wie zum Beispiel Zimt oder Ingwer, dabei besonders geeignet sind. Sollten sich Erfrierungen der Haut bilden, fallen diese äußerlich durch eine Graufärbung auf. Besonders gefährdet sind Körperregionen wie Ohren, Nase, Zehen und Finger, die man durch entsprechende Kleidung gut schützen sollte. Sollten sich dennoch Erfrierungserscheinungen bemerkbar machen, darf man diese Körperareale nicht massieren! Dadurch könnten sich die Beschwerden verstärken. Sinnvolle Ersthelfermaßnahmen sind das schluckweise Trinken von warmem Wasser und das Einhüllen in warme Decken. In diesem Fall sollte man auch ärztliche Hilfe holen! Zu schnelles Erwärmen kann zu kardialen Problemen führen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Hautschutz auch bei Wintersonne!
KÖLN - Im Winter benötigt die Haut nicht nur besonderen Schutz vor der Sonne, sondern auch vor der Kälte. Kälte kann über das Gefühl eines möglichen Sonnenbrandes hinwegtäuschen und somit im ungeschützten Gesicht schnell Verbrennungen verursachen. Ab vier Grad Celsius können schon durch Schneeflocken, Nebel oder Regentropfen Kälteschäden auf der Haut entstehen. Sonnenschutzprodukte für Wintersportler sollten daher fetthaltig und vor allen Dingen wasserarm sein. Die Haut produziert bei starker Kälte kein eigens Fett mehr und benötigt daher von außen zugeführtes Fett. Außerdem kann der Wasseranteil, der in vielen Sonnenschutzmitteln enthalten ist, auf der Haut gefrieren. Weiterhin ist es wichtig, auf einen hohen Lichtschutzfaktor zu achten, auch wenn die Sonneneinstrahlung im Winter schwächer als im Sommer ist. Schnee und Höhenlagen im Gebirge intensivieren die Strahlung. Schnee kann durch die Reflektion die Einwirkung der Sonne sogar um bis zu 90 Prozent erhöhen. Um 20 Prozent kann sich die UVB-Strahlung pro 1.000 Höhenmeter verstärken. Auch die Lippen, die ja besonders empfindlich sind, sollten mit einem hohen Lichtschutzfaktor regelmäßig gepflegt werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 15.01.2010
Mit Metformin gegen Herzschwäche?
KÖLN - Waren die Ärzte bisher zurückhaltend mit Metformin, wenn ein Diabetiker auch eine Herzschwäche hatte, gibt es dazu nach neuesten Erkenntnissen US-amerikanischer Forscher keinen Grund mehr, berichtet das Ärzteblatt in seiner aktuellen Ausgabe. Ein Team um Tamara Horwich von der Universität von Kalifornien untersuchte 401 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2 und manifester systolischer Herzinsuffizienz über einen Zeitraum von 14 Jahren. In der Studie zeigte sich, dass gerade die Patienten mit Herzschwäche von der Einnahme von Metformin profitierten und eine geringere Sterberate hatten. „Vor dem Gebrauch von Metformin zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Patienten mit Herzinsuffizienz wurde bisher gewarnt ... Infolgedessen haben sich viele Ärzte dagegen gesträubt, Metformin und andere ähnliche Medikamente zu verwenden, um diese Patientengruppe zu behandeln. Jedoch zeigt unsere Analyse, dass das Verwenden von Metformin nicht nur ungefährlich ist, sondern auch die langfristigen kardiovaskulären Ergebnisse im Vergleich zur herkömmlichen Diabetes-mellitus-Behandlung verbessern kann,“ erläuterte Horwich.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Erweiterung des Herzmuskels als chromosomale Störung?
KÖLN - Eine krankhafte Erweiterung des Herzmuskels schwächt ihn und führt zu Symptomen einer Herzschwäche, wie z. B: Luftnot bei Belastung, Leistungsschwäche, Wasseransammlungen in der Lunge oder auch einem Schlaganfall. Diese so genannte dilatative Kardiomyopathie (DCM) kann verschiedenste Ursachen haben: Krankheiten wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Krebserkrankungen, aber auch bestimmte Medikamente oder Alkoholkonsum. Auch ist bekannt, dass die Erkrankung familiär gehäuft auftritt, so dass Vererbung eine Rolle spielt. Forscherteams der Universitäten Lübeck, Heidelberg, Berlin, Köln und Würzburg gelang im Jahre 2009 der Nachweis, dass die Krankheit tatsächlich im Chromosom 1p31 angelegt sein kann. Zebrafische, bei denen das Gen entsprechend verändert wurde, entwickelten eine DCM. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnis in Zukunft zu besseren Behandlungsmöglichkeiten der dilatativen Kardiomyopathie führt. Bislang ist die Erkrankung nicht heilbar und betrifft doppelt so viele Männer wie Frauen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 13.01.2010
Deutsche Forscher fanden eine Ursache für bestimmten Lymphdrüsenkrebs
KÖLN - Wie das Ärzteblatt diese Woche mitteilte, ist eine mögliche Ursache eines bestimmten aggressiven Lymphdrüsenkrebses die Stimulation einer Andockstelle (B-Zell-Rezeptor) auf den betroffenen weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten). Die besondere Form heißt "diffuses großzellige B-Zell-Lymphom" und betrifft jedes Jahr etwa 3000 Deutsche von denen, trotz moderner Immun- und Chemotherapie, etwa 25 Prozent versterben. Den neuen Entstehungsweg des B-Zell-Lymphoms fanden Wissenschaftler um Andreas Rosenwald von der Universität Würzburg, die sich davon nun auch neue Behandlungsansätze erhoffen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Kalte Ohrentropfen können Schwindel auslösen!
KÖLN - Wie das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" bereits im Jahre 2008 berichtete, können zu kalte Ohrentropfen nicht nur unangenehm sein, sondern auch Schwindel auslösen. Da sich das Gleichgewichtsorgan im Innenohr befindet, können die kalten Tropfen dieses beeinflussen. Deshalb empfehlen Experten Ohrentropfen immer leicht zu erwärmen. Dabei reicht es schon aus, die Tropfen ein paar Minuten in den Händen zu erwärmen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 12.01.2010
Rheumamedikament verhindert Grippeimmunisierung
KÖLN - Eine neue Studie der Universität Groningen, die jetzt in „Arthritis & Rheumatism“ veröffentlicht wurde, zeigte, dass Rheumakranke, die mit dem Wirkstoff Rituximab (Handelsname: Mabthera™) behandelt worden sind, kaum einen Nutzen von einer Impfung gegen die saisonale Influenza haben. Der Grund liegt im Wirkprinzip von Rituximab, das bewusst die Abwehrzellen (B-Lymphozyten) „blockiert“ (so genannter CD20-Antikörper). Das Team um Sander van Assen konnte zeigen, dass Patienten, die das Medikament in die letzten vier bis sechs Wochen erhalten hatten, keine Abwehrstoffe gegen die Grippeerreger gebildet haben. Allerdings hatte die Impfung auch keine nachteiligen Auswirkungen. Bei Rheumatikern, die mit Methotrexat (z.B. Lantarel, MTX) behandelt wurden, reagierte das Immunsystem auf die Impfung allerdings normal, so die Forscher. Die Grippeimpfung wird rheumakranken Menschen grundsätzlich empfohlen, da sie wegen ihrer Krankheit anfälliger für Influenza sind. Liegt die Rituxuimab-Therapie länger als ein halbes Jahr zurück, wirkt die Impfung dagegen wieder.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Selbst im Winter besteht die Gefahr „auszutrocknen“.
KÖLN - Die Ermahnungen, viel zu trinken, sind den meisten doch eher aus den Sommermonaten bekannt. Doch auch im Winter besteht die Gefahr, den Körper regelrecht austrocknen zu lassen. Wenn das Wetter richtig kalt und eisig ist, können gesundheitliche Gefahren lauern. Doch damit sind nicht nur Unterkühlung, Frostbeulen oder Erkältungen gemeint, sondern auch eine eher typische "Sommer-Gefahr": die Dehydratation (Austrocknung). An der Universität New Hampshire wurde dieses Phänomen im Jahre 2005 unter der Leitung von Professor Kenefick untersucht. Die Experten stellten vielerlei Ursachen fest: zum Beispiel, dass der Mensch in der kalten Jahreszeit ein kaum wahrnehmbares Durstempfinden verspürt, was zur Folge hat, dass weniger getrunken wird. Außerdem wird über die Atemluft mehr Feuchtigkeit ausgeatmet, wenn die Außentemperatur kalt ist. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass die Winterkleidung schwerer ist und der gebildete Schweiß schnell als kalte, trockene Luft verdunstet, was für den Menschen kaum spürbar ist. Die Forscher gaben an, dass Menschen, die in kalter Umgebung arbeiten, zwischen drei und acht Prozent der Körpermasse an Flüssigkeit verlieren. Das ist eine beachtliche Menge, die dem Körperkreislauf fehlt und auch deutlich macht, warum das ausreichende Trinken so wichtig ist. Besonders deutlich fällt dies bei Menschen auf, die auch im Winter im Freien aktiv sind (zum Beispiel Sportler). Sie benötigen noch mehr Flüssigkeit, um einen gesunden Flüssigkeitsstand im Organismus zu halten. Ob genug getrunken wurde, kann jedermann schnell und problemlos feststellen, und zwar anhand der Farbe des Urins. Der Urin sollte eine nahezu klare Farbe zeigen. Je dunkler er wird, desto konzentrierter ist er und desto mehr muss getrunken werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 08.01.2010
Mehr Migräne im Winter?
KÖLN - Nicht selten wundern sich Kopfschmerzpatienten, warum sie gerade im Winter häufiger unter den lästigen Schmerzen leiden. Besonders Migräne-Patienten sind bei kalten Temperaturen anfälliger und leider öfter unter ihren Migräne-Attacken. Der Grund ist, dass besonders durch Wind und Kälte die Kopfmuskulatur verkrampft, was zu Schmerzen führen kann. Zudem kann es im Winter schneller zu Entzündungsreaktion im Gehirn kommen, die schlimmstenfalls einen Migräne-Anfall hervorrufen. Wärme und vorsichtige Massagen helfen den Muskel wieder zu lockern. Die Experten raten deshalb empfindlichen Menschen, im Winter eine schützende Kopfbedeckung zu tragen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Tipps gegen trockene Winterhaut
KÖLN - Die Haut ist mit knapp zwei Quadratmetern das flächenmäßig größte Organ. Sie schützt das Körperinnere chemisch, immunologisch und physikalisch. Sie dient außerdem der Wärmeregulation sowie der Aufnahme und Weiterleitung von Sinnesreizen. Der Winter verlangt der Haut eine Menge ab. Kommen noch Durchblutungsstörungen der Haut, beispielsweise bei Diabetikern dazu, ist das sensible Gleichgewicht zusätzlich gestört. Mechanisches Reiben der Kleidung und der Verlust von Hautfeuchtigkeit in trockener Heizungsluft entziehen der Haut schützendes Fett und Feuchtigkeit. Im Winter sollte man rückfettende Mittel, wie Duschöl, verwenden und nicht zu heiß zu baden oder zu duschen. Die Dauer von Vollbädern sollte auf höchstens zehn Minuten beschränkt bleiben. Danach sollten fettende Cremes und Produkte ohne Parfüm, Farb- und Konservierungsstoffe aufgetragen werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 06.01.2010
Laufschuhe belasten Gelenke
KÖLN - Wie US-amerikanische Forscher der University of Virginia jetzt im "The Journal of Injury, Function and Rehabilitation" schrieben, belasten selbst gut sitzende Laufschuhen die Hüfte um etwa 54 Prozent stärker, das Knie immer noch um 36 bis 38 Prozent mehr als ein Lauf ohne Schuhe (Barfußlauf). Als Vorteil wurde in der Studie dagegen ein besserer Halt des Fußes angegeben.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Darmspiegelung ist wirklich Früherkennung
Köln - Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat nun eine Studie im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht, die eindrucksvoll belegt, dass eine Darmspiegelung effektiv hilft, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Nur bei 6,1 Prozent der Teilnehmer, die bereits eine Darmspiegelung hatten, fand sich bei einer erneuten Spiegelung nach 10 Jahren eine fortgeschrittene Krebsvorstufe. Bei den Patienten ohne Darmspiegelung wurde dagegen bei 11,4 Prozent der Untersuchten ein solcher Tumor gefunden. „Die Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial der Darmspiegelung für die Verhütung von Darmkrebs“, so Hermann Brenner vom Krebsforschungszentrum.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 05.01.2010
Parkinson-Heilung derzeit nicht mit Knochenmark-Stammzellen!
KÖLN - Die Hoffnung, dass sich Knochenmark-Stammzellen bei Schlaganfall- und Parkinson-Patienten in funktionierende Hirnzellen umwandeln, wenn man sie in das Gehirn einbringt, haben sich bis jetzt nicht bestätigt. Bis heute werden offenbar aus Knochenmark-Stammzellen - wie der Name schon sagt - vor allem Blut- bzw. Knochenmarkzellen gebildet, egal, wohin diese Zellen gespritzt werden. So schrieben die Deutsche Parkinson Gesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Neurologie, die Neurologischen Kliniken der Universität Leipzig und der Universität Dresden in einer gemeinsamen Stellungnahme im Juni 2009: "Von verschiedenen Anbietern weltweit, seit einiger Zeit auch vom Kölner XCell-Center, wird Patienten, die an einem Morbus Parkinson leiden, eine Therapie mit aus ihrem Knochenmark gewonnenen Stammzellen angeboten ... Für die erfolgreiche Behandlung des Morbus Parkinson mit Hilfe von Stammzellen ist es erforderlich, dass sich die eingesetzten Stammzellen im Gehirn in Dopamin-produzierende (dopaminerge) Nervenzellen umwandeln. Die Entwicklung solcher dopaminerger Nervenzellen aus Stammzellen, die aus dem Knochenmark eines erwachsenen Menschen gewonnen werden (sogenannte adulte Knochenmarkstammzellen), ist jedoch nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft nicht möglich. Ebenso wenig ist auch nur ansatzweise gesichert, dass Stammzellen, die in die Gehirnflüssigkeit transplantiert werden, überhaupt die Gehirnareale erreichen können, in denen sie gebraucht werden. ... Für vertiefende Informationen einschließlich der wissenschaftlichen Grundlagen dieser Warnung wenden Sie sich bitte an die Arbeitsgruppe Zellersatztherapien der Deutschen Parkinson Gesellschaft (http://www.parkinson-gesellschaft.de/)."
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Jeder Vierte möchte aufhören zu rauchen!
KÖLN - Silvester ist vorbei, und die guten Vorsätze stehen im Raum. Manche Menschen wollen sich gesünder ernähren, andere haben geplant, abzunehmen und wieder andere planen sparsamer zu leben. Einer der häufigsten Vorsätze für das neue Jahr ist allerdings, mit dem teuren und ungesunden Rauchen aufzuhören. Eine Umfrage aus dem Jahr 2006 hat ergeben, dass jeder vierte Raucher zum Jahreswechsel versuchen wird, mit dem Rauchen aufzuhören. Rund 88 Prozent der Befragten Raucher haben sich bei vorhergehenden Aufhörversuchen allein auf ihre Willenskraft verlassen, leider ohne Erfolg. Mit dem Rauchen aufzuhören ist häufig schwerer als gedacht, da sich langjährige Gewohnheiten und Rituale eingeschlichen haben, wie die Zigarette nach dem Frühstück oder der Glimmstängel bei einem Glas Bier. Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Welche Aufhörmethode am besten ist, muss jeder für sich selber prüfen. Immerhin stehen zur Auswahl: Bücher, Tabletten, Nikotin-Pflaster und sogar Kaugummis. In jedem Fall wünschen wir ihnen, starke Willenskraft und ein gutes Durchhaltevermögen. Alles Gute für ein "rauchfreies" Jahr 2010!
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Nach Silvester: mit Kaktus gegen Alkohol-Kater?
KÖLN - US-amerikanische Forscher haben 2004 in einer Studie bewiesen, dass es auch Alternativen zu Kopfschmerztabletten nach einem "Trink-Gelage" gibt. An der Studie zur Wirkung des Extrakts des mexikanischen Feigenkaktus "Opuntia ficus indica“ beteiligten sich 50 Freiwillige. Nach einer Mahlzeit aus Cheeseburger und Pommes folgte das "Test-Trinken" mit Wodka, Rum, Tequila oder Scotch. Bis zu 1,75 mg pro Kilogramm Körpergewicht tranken die Probanden. Das ist mehr als eine halbe Flasche "Feuerwasser". Nach vier Stunden wurden die Studien-Teilnehmer erlöst und durften nach Hause gehen. Ein Teil der Testpersonen erhielten eine Kapsel mit 800 Einheiten Kakteen-Extrakt. Der andere Teil bekam ein Placebo (Kapsel ohne Wirkstoff). Die Wissenschaftler warteten mit Spannung auf den nächsten Morgen. Es stellte sich heraus: die Testpersonen der "Kaktusgruppe" zeigten deutlich weniger Katersymptome wie Übelkeit, Mundtrockenheit und Appetitlosigkeit. Auch war in dieser Gruppe das C-reaktive Protein (Entzündungswert im Blut) deutlich niedriger als bei der Placebogruppe. Auch wenn dem Kaktus-Extrakt eine positive Wirkung nachgesagt wird, raten wir doch dazu: Halten Sie Ihren Alkoholkonsum lieber in Grenzen, denn nur so lassen sich böse Folgen vermeiden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Rekord an Knochenmarkspendern
KÖLN - Zum Jahresabschluss hat das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm eine erfreuliche Mitteilung veröffentlicht: die Zahl der 2009 neu registrierten Blutstammzellspender in Deutschland erreichte mit 406.349 einen neuen Höchststand. Insgesamt sind damit ca. 3,7 Millionen Mensche prinzipiell zu einer Blutstammzellspende bereit. Je größer der Pool der potentiellen Spender, desto größer ist die Chance, einen geeigneten Spender für einen an z. B. Leukämie erkrankten Patienten zu finden. Wer selbst gesund und über 18 Jahren ist, kann sich als potentieller Spender z. B. unter www.dkms.de informieren und online registrieren lassen. Aber auch Geldspenden sind willkommen. Eine Übersicht der verschiedenen Spenderdienste in Deutschland findet sich auf der Homepage des Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland unter www.zkrd.de
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 23.12.2009
Zimt- mehr als ein Gewürz
Vor etwa 5000 Jahren wurde Zimt, vermutlich erstmals in Ceylon, das heutige Sri Lanka, eingesetzt als Heilmittel. Per Schiff gelangte der Zimt in Venedig und wurde über die Gewürzstraßen in unsere Region transportiert. Vor allem Nürnberg galt lange als Hauptumschlagsplatz für exotische Gewürze. Zimt gehört zu der Familie der Lorbeergewächse. Er wird gewonnen aus der Innenschicht der Rinde der Zimtbäume. Zimtbäume sind immergrüne Baumarten. Es gibt übrigens an die 275 verschiedene Zimtarten. Zimt ist vielfältig einsetzbar. Speisen und Getränke werden mit Zimt versehen. Die Beimengung in Lebensmitteln hilft zum Beispiel gegen Magendarmbeschwerden. Auch Mundgeruch und Blähungen wurden gelindert. Eine weitere Wirkung ist die der Anregung des Appetits. Die antiken Römer setzten Zimt außerdem als Duftstoff und Opfergabe ein. Zimt in Massageölen wirkt durchblutungsanregend. Inzwischen ist außerdem bekannt, dass sich Zimt positiv auf Insulin- und Cholesterinstoffwechsel auswirkt. Also dürfen sich Diabetiker zur Weihnachtszeit besonders auf die zimtgewürzten Köstlichkeiten freuen. Allerdings sollte man den Konsum von Zimt in allzu großen Mengen meiden, da er auch Einfluss auf die Blutgerinnung haben kann.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 22.12.2009
Weniger Menschen an Schweinegrippe erkrankt
KÖLN - Laut Arbeitsgemeinschaft Influenza und dem Robert-Koch-Institut (RKI) gehen die Schweinegrippen-Neuerkrankungen allmählich zurück. Bisher wurden dem RKI 204.000 H1N1-Infektionen genannt, wovon 119 tödlich verliefen. Bei der saisonalen Wintergrippe kommt es laut Robert-Koch-Institut jährlich zu etwa 11.000 Todesfällen. RKI-Präsident Jörg Hacker betonte jedoch kürzlich im ZDF- Morgenmagazin, dass bezüglich der sogenannten Schweinegrippe immer noch keinen Grund zur Sorglosigkeit gibt. Er äußerte, dass es im Spätwinter oder im kommende Frühjahr wieder zu einem erneuten Anstieg der H1N1-Infektionen kommen könnte.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Familienspaziergänge sind aussterbende Rituale
KÖLN - Wer kennt das nicht? Völlegefühl und Müdigkeit nach ausgiebigen Schlemmereien zur Advents- oder Weihnachtszeit! Einfachstes Mittel, um Kreislauf und Verdauung wieder in Schwung zu bringen ist der gute alte Familienspaziergang. Noch dazu regt schon eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft die Vitamin-D-Produktion (Calzitonin) an, ein wichtiger Baustoff für unseren Knochenstoffwechsel, der zur Vorbeugung von Osteoporose wichtig ist. Die Wissenschaftler der Fakultät für Sport, Leibesübungen und Gesundheit an der Universitat Loughborough in Großbritannien fordern länderübergreifend Familien dazu auf, innerhalb der Familien vermehrt körperlich aktiv zu werden. In einer wissenschaftlichen Untersuchung fanden sie heraus, dass zwei Drittel der Weltbevölkerung nicht mehr im Familienverbund spazieren geht. Stattdessen verbringen Familien die gemeinsame Zeit vor dem Fernsehgerät oder nehmen zusammen Mahlzeiten ein. Laut Dr. Stacy Clemes, Dozentin für Humanbiologie an der Universität Loughborough ist der Familienspaziergang ein wichtiges und effektives Ritual um seiner körperlichen und seelischen Gesundheit ohne Kostenaufwand etwas gutes zu tun. Warum nicht gleich noch in diesem Jahr damit anfangen? Gerade die kommenden Weihnachtstage bieten sich an, ein fast vergessenes Ritual wieder aufleben zu lassen!
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 16.12.2009
Unangenehme Erinnerungen können „ausradiert“ werden
Köln - Viele Menschen leiden unter Ängsten, die auf früheren Schockerlebnissen beruhen. Häufig führen Psychologen dann eine so genannte Konfrontationstherapie durch, bei der die Betroffenen bewusst und in angenehmer Umgebung mit dem Angstauslöser konfrontiert werden. Allerdings führt dieses Verfahren nicht immer zum gewünschten Erfolg. In der Zeitschrift Nature haben nun Psychologen der New York University Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Erfolgsrate deutlich steigt, wenn die Patienten sich kurz vor der Konfrontation an die eigentliche, angstauslösende Situation erinnern. Das Team um Daniela Schiller erklärt die höhere Erfolgsrate damit, dass ein Ereignis in unserem Gedächtnis, nicht wie früher gedacht, ein für alle mal unveränderlich abgespeichert wird, sondern jede Erinnerung, nachdem sie aufgerufen wurde, wieder neu abgespeichert wird. Wie bei neu Erlerntem benötigt unser Gehirn dafür eine gewisse Zeit. Wenn nun in dieser "Speicherzeit" neben der alten, unangenehmen Erfahrung ähnliche neue, aber angenehme oder neutrale Erfahrungen mitverarbeitet werden, verliert sich die ursprüngliche schlechte Erfahrung leichter.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Schlaganfälle bis 2050 mehr als verdoppelt?
MÜNSTER - Mit breiter Unterstützung, auch von internationalen Ärzte- und Patientenorganisationen, schlägt die "Action for Stroke Prevention" (Aktion zur Verhütung von Schlaganfällen, ASP) im Europäischen Parlament Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Schlaganfällen vor. Darunter eine verbesserte Aufklärung der Bevölkerung, aber auch eine frühere Diagnosestellung bei Risikofaktoren wie Vorhofflimmern und ein verstärkter gesamteuropäischer Erfahrungsaustausch. Andernfalls könnte die Zahl der Schlaganfälle bis zum Jahr 2050 auf das Zweieinhalbfache ansteigen, warnt die ASP. Neben den gesundheitlichen Folgen entsteht nach Expertenschätzungen in Europa schon jetzt jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von 38 Milliarden Euro.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 14.12.2009
Diabetes: Silber-Socken gegen diabetische Füße?
KÖLN - Eine Socke aus einem speziellen Baumwolle-Stoffgemisch, das Silber-Ionen enthält, soll Diabetiker besser vor "offenen Füßen" schützen. Etwa 27.000 Diabetiker bekommen jährlich einen "diabetischen Fuß" durch schlecht heilende, infizierte Wunden. Durch die keimabtötende Wirkung von Silber-Ionen werden nicht nur Infektionen verhindert, sondern auch Gerüche reduziert. Das Neue an der Entwicklung des sächsischen Strumpfwerkes Lindner aus Hohenstein-Ernstthal mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aus Osnabrück aus dem Jahre 2006 ist die Verbindung von Silber-Fasern mit Baumwolle. Die Produkte heißen:
silversoft(TM)
98% Baumwolle (silver integrated)
2% LYCRA™, für Diabetiker geeignet
silversoft(TM) protection
80% Baumwolle (silver integrated)
20% Polyamid, Doppelsocke mit Gelpolsterung der Sohle, für Diabetiker geeignet
Diasoft(TM)
70% Baumwolle (silver integrated)
30% Polyamid. für Diabetiker geeignet
LYCRA™ ist eine Marke von INVISTA für Premium-Stretchfasern und -stoffe.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
150.000 Impfdosen gegen "Schweinegrippe" für Schwangere
KÖLN - Ab dieser Woche soll ein "Schweinegrippen"-Impfstoff für Schwangere ohne Wirkverstärker in Deutschland erhältlich sein. Er kommt aus Australien von der Firma CSL, die beispielsweise den Impfstoff Panvax(TM) mit 15 µg Spalt-Antigenen (ohne Wirkverstärker) herstellt. "Er wird ab Montag an die Apotheken verteilt ... Jedes Land entscheidet selbst über die Verteilung und wann es ... mit der Impfung beginnt", sagte Andreas Hoffmeier vom Thüringer Gesundheitsministerium in Erfurt. Die Gesundheitsminister-Konferenz wird zur Zeit von Thüringen geleitet. Insgesamt sollen 150.000 Impf-Dosen für Schwangere zur Verfügung stehen. Mittlerweile ist im Saarland ein vorher gesundes, leicht übergewichtiges elfjähriges Mädchen an den Folgen der "Schweinegrippe" verstorben.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Lungenentzündung durch Schafs-Bakterien?
KÖLN - Kaum ist die „Schweinegrippen“-Welle etwas abgeflacht, schwappt eine andere Atemwegserkrankung von Schafen aus den Niederlanden zu uns herüber. Dort sind laut der Zeitung «de Volkskrant" bereits 2.300 Personen erkrankt, von denen sechs starben. Das Bakterium Coxiella burnetii kann über Ziegen, Schafe und Zeckenkot auf den Menschen übertragen werden und das so genannte Q-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen und Pneumonie auslösen In den Niederlanden müssen nun wahrscheinlich 20.000 Schafe vorsorglich getötet werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Fieber hilft bei der Infektabwehr!
KÖLN - Fieber ist neben dem direkten Angriff der weißen Blutkörperchen ein zweiter Abwehrmechanismus unseres Körpers gegen "Eindringlinge". Durch das Heraufsetzen der Körpertemperatur sollen krankmachende Mikroorganismen regelrecht "gekocht" werden. Auch kann die körpereigene Polizei besser angreifen, da beispielsweise Bakterien bei höheren Temperaturen ihre Zellwände nicht richtig abdichten können. Mit der erhöhten Körpertemperatur befindet man sich allerdings auf einem schmalen Pfad, da ab einer bestimmten Temperatur (über 40 Grad) auch körpereigenes Eiweiß angegriffen wird. So sollten Temperaturen bis 38,5 Grad Celsius, nach Ansicht von Prof. Eugen Zeisberger von der Universität Gießen sogar bis 39 Grad eher ausgehalten werden. Flüssigkeitsverluste sollten aber auf jeden Fall ausgeglichen werden. "Legen Sie sich bei einem grippalen Infekt ins Bett. Unter Stress, etwa bei der Arbeit, wird nämlich das Fieber eher blockiert," sagte Zeisberger bereits im Jahre 2003 in der "Apotheken Umschau".
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 09.12.2009
Zahl der dicken Mädchen verdoppelt
KÖLN - Wie die Bild-Zeitung berichtete, hat sich in Deutschland die Anzahl fettleibiger Mädchen in fünf Jahren verdoppelt. So gab es im Jahre 2001 nur 5,5 Prozent fettleibige 15-jährige Mädchen, im Jahre 2006 aber schon 11 Prozent. Bei den gleichaltrigen Jungen kam es zu einem Anstieg von 13,7 auf 16 Prozent. EU-weit gibt es 10,1 Prozent fettleibige Mädchen und 17,2 Prozent fettleibige Jungen berichtete jetzt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Übergewichtige Mädchen kommen schneller in die Pubertät
KÖLN - Dass Mädchen heutzutage schneller als vor Jahrzehnten in die Pubertät kommen, ist bekannt. Im Jahre 2007 fanden Forscher aus den USA heraus, dass Mädchen, die über drei Jahre einen zu hohen Body-Mass-Index (BMI) hatten, deutlich schneller in die Pubertät kamen als schlanke Gleichaltrige. Ein Forscherteam um Joyce Lee untersuchte bis 2007 insgesamt 354 Mädchen über einen längeren Zeitraum. Es stellte sich dabei heraus, dass bereits Neunjährige, die zu viel Pfunde auf den Rippen haben, Brüste entwickeln.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg