Freitag, 06.08.2004
Schlüsselgen in der Zellalterung entdeckt
FREIBURG - Der winzige Wurm ist in der Forschung seit Jahren ein beliebtes Objekt, da über 60 Prozent seiner Gene mit denen des Menschen verwandt sind.
Das von Maren Hertweck und ihrem Kollegen Ralf Baumeister entdeckte Gen ist für die Bildung eines Enzyms mit dem Namen "SGK-1" verantwortlich. Dieses Enzym steht unter der Kontrolle des Hormons Insulin und verhindert, dass der Körper lebensverlängernde Gene aktivieren kann. Die beiden Molekulargenetiker manipulierten das Enzym dahingehend, dass seine blockierende Wirkung aufgehoben wurde. Dadurch konnten nun die lebensverlängernde Gene ihre Wirkung entfalten, und der Fadenwurm alterte deutlich langsamer als bis dahin. Normalerweise seien die Würmer in einem Alter von ca. zwei Wochen am Ende ihrer Lebenszeit angelangt, die manipulierte Variante sei jedoch nach zwei Wochen "jung und agil wie junge Tiere" gewesen, ließen die Forscher verlauten. Hertweck und Baumeister gehen davon aus, dass beim Menschen ein ähnliches Schlüsselgen existiert. Mit ihrer Arbeit hoffen die Wissenschaftler zum besseren Verständnis der Alterungsvorgänge und somit auch zu besseren Behandlungsmöglichkeiten beigetragen zu haben.
Quelle: Clarimedis
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