Donnerstag, 29.07.2010
Komplett abgetrennte Hand wieder angenäht
JENA - Glück im Unglück hatte ein 25-jähriger Metallbauer aus Thüringen: Bei einem Arbeitsunfall hat ihm eine Maschine die linke Hand völlig abgetrennt. Das Glück daran: der schwere Unfall passierte in der Nähe der Universitätsklinik Jena, in die der Verletzte auch gebracht wurde. So konnten die Spezialisten des Funktionsbereiches für Hand- und Mikrochirurgie unter ihrem Oberarzt Dr. Reinhard Friedel "innerhalb der ersten drei Stunden mit der Replantation beginnen und so die Hand retten. Alle Strukturen der vollständig abgetrennten Hand mussten im sensiblen Bereich des Handgelenks wieder verbunden und zum Teil rekonstruiert werden" berichtet Friedel. Die sehr seltene Operation, die zehn Stunden dauerte, war nicht zuletzt deshalb aufwändig, weil die Hand nicht mit einem sauberen Schnitt abgetrennt wurde, sondern teils auch noch verletzt war. Der Patient sei nach der Operation wohlauf und die Ärzte hoffen, dass sie nicht nur die Hand erhalten konnten, sondern auch ihre gesamte Funktionalität. „Die Reaktion ist bisher sehr gut, völlige Sicherheit über den Erfolg der Operation werden wir allerdings erst in einigen Tagen haben" so der Oberarzt. Ob der Patient die Hand auch wieder uneingeschränkt wird benutzen können, könne allerdings erst in einigen Jahren beurteilt werden, teilte die Klinik der Presse mit.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Kann die Darmflora von Babys beeinflusst werden?
KÖLN - Eine Studie von einem Team um Ruth Ley von der US-amerikanischen Cornell University, die einen kleinen Jungen von der Geburt bis zum Alter von zweieinhalb Jahren begleitete, konnte zeigen, wie sich die Darmflora in diesem Zeitraum veränderte. Sie legt zudem die Vermutung nahe, dass die Darmflora in dieser Zeit eventuell doch noch beeinflussbar ist. In der Stillzeit gewannen Bakterien die Oberhand, die Milchzucker abbauende Gene enthielten, später nach der Nahrungsumstellung solche, die für den Abbau von Stärke verantwortlich sind. Die größten Veränderungen der Darmflora gab es nach der Zugabe von Säuglingsnahrung auf Milchbasis, Erbsen und einer Antibiotika-Therapie wegen einer Ohrenentzündung. Ley geht davon aus, dass im Untersuchungszeitraum die Zusammensetzung der Baby-Darmflora noch beeinflussbar sei. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 26.07.2010
Schlaganfall-Behandlung auch ohne Lyse?
KÖLN - Immer mehr Schlaganfall-Zentren setzen bei Schlaganfallpatienten, die mit einer gerinnsel-auflösenden Therapie (Lyse) nicht behandelt werden dürfen oder nicht ansprechen auf eine mechanische Beseitigung der Gefäßverstopfung in der Arterie selbst. In einer Pressemitteilung aus Japan heißt es dazu: "Concentric Medical mit Firmensitz in Mountain View, Kalifornien ... fertigt und vermarktet Produktlösungen zur Behandlung des ischämischen Schlaganfalls in Form von minimal-invasiven Instrumenten. Diese werden ins Gehirn eingebracht, um den Blutfluss durch die Beseitigung von Blutgerinnseln, die für einen ischämischen Schlaganfall ursächlich verantwortlich sind, wiederherzustellen. Die Instrumente von Concentric Medical stehen in über 500 führenden Schlaganfall-Zentren weltweit zur Verfügung und wurden mehreren klinischen Studien unterzogen ... Schlaganfälle sind in Industrieländern die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für schwere dauerhafte Behinderungen. Der ischämische Schlaganfall macht über 85 % aller Schlaganfälle aus und tritt auf, wenn sich in einer der Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen, eine Verstopfung oder ein Gerinnsel bildet. Im Jahr 2004 gab die FDA den Merci Retriever(R) von Concentric Medical zum Einsatz bei Patienten frei, die für eine intravenöse Behandlung mit dem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (tPA) nicht in Betracht kommen oder auf eine solche intravenöse tPA-Therapie nicht ansprechen. Diese bahnbrechende Lösung hat zu einer Abkehr von den bisherigen Therapieverfahren für Schlaganfall-Patienten geführt und somit Ärzten wie Patienten eine seit Langem erwartete Möglichkeit zur Behandlung von Schlaganfällen eröffnet."
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Migräne-Patienten haben dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko
KÖLN - Die Migräne ist eine neurologische (Gefäß-?)Erkrankung, die durch einen anfallsartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet ist, der oft von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit begleitet wird. In Deutschland sind mehr Frauen als Männer betroffen. Die Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis" berichtete im Jahre 2008 von einer Studie der Harvard Medical School, in der Daten von insgesamt 28.000 Teilnehmer/innen ausgewertet wurden. 13 Prozent der Teilnehmer litten regelmäßig an Migräne. Fünf Prozent der Betroffenen hatten mindestens eine Migräne-Attacke pro Woche. Die Untersuchung zeigte eindeutig: wer wöchentlich mindestens einmal unter Migräne-Kopfschmerz leidet, hat ein dreifach höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Patientinnen mit weniger häufigen Attacken laufen hingegen Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 21.07.2010
Mikronadel- Pflaster schützen bei Impfungen vor Injektionsinfektionen
KÖLN – Durch Mehrfachanwendungen von Spritzen kann es bei Impfungen zu tödlichen Infektionen wie HIV oder Hepatitis kommen. Wissenschaftler entwickeln nun Mikronadelpflaster, die Impfstoffe über sich auflösende Nadeln direkt in die Haut einschleusen. Nachdem der Impfstoff abgegeben wurde, kann das Pflaster einfach wieder entfernt werden. Bisher wurde diese Impftechnik an Mäusen getestet. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass es bei Grippeimpfungen schon nach einmaliger Immunisierung zu einem besseren Impfschutz kam, als bei der herkömmlichen Imfpfung mittels Spritzen. Die Wissenschaftler des Georgia Institutes of Technology in Atlanta rund um um Sean Sullivan veröffentlichten in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Nature Medicine", dass Mikropflaster auch bei eventuell ausbrechenden Pandemien von großem Nutzen für die Bevölkerung sein könnten. So könnten auch Menschen ohne medizinische Grundkenntnisse, die Impfung durch Mikropflaster auch selbstständig bei sich durchführen. Bislang ist das Mikronadelpflaster erst hinsichtlich eines Grippeimpfstoffes getestet worden. Weitere Studien hinsichtlich der Evidenz stehen noch aus.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
AIDS-Therapie kann Ansteckungsgefahr verringern
WIEN - Noch bis Freitag findet in Wien die XVIII. Internationale AIDS Konferenz statt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)schätzt, dass die Zahl von HIV-Infizierten Menschen, die eine medikamentöse Therapie erhalten im letzten Jahr um ungefähr 1,2 Millionen gestiegen ist. Eine Therapie soll bislang eingeleitet werden, wenn eine bestimmte Zellgruppe, die CD4-Zellen, auf Werte unter 200 Zellen pro Kubikmillimeter Blut absinken. Die WHO fordert nun, dass eine Therapie bereits bei CD4-Zahlen von 350/mm3 begonnen werden soll. Damit kann zum einen der Verlauf der Krankheit bei den Betroffenen abgemildert werden. Allerdings zeigen Zahlen aus Kanada, dass eine frühzeitige und konsequente Therapie sich auch positiv auf die Zahl der Neuinfektion auswirken kann. Julio Montaner und sein Team aus Vancouver konnten zeigen dass, ein Therapiebeginn schon bei höheren CD-Zellen-Zahlen einen Rückgang der Neudiagnosen um 23 Prozent auslöste. Die entsprechende Studie wurde jetzt im Lancet veröffentlicht. Schon im Jahr 2008 hat die Eidgenossenschaftliche Kommission für Aidsfragen (EKAF)eine damals umstrittene Erklärung veröffentlicht, die im Kern lautete, dass HIV-Infizierte, die eine konsequent eingehaltene, regelmäßig ärztlich kontrollierte, antivirale Therapie erhalten und deren Virenanzahl im Blut für mindestens sechs Monate unter der Nachweisgrenze liegt, praktisch keine Überträger für HIV mehr seien
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 19.07.2010
Kinder sind ängstlich vor Operationen
KÖLN - Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) weist daraufhin, dass Kinder vor Operationen besonders ängstlich sind. Laut Onlinemagazin des Deutschen Ärzteblatts erklärte der Kinderanästhesist Andreas Machotta vom Sophia Children’s Hospital in Rotterdam: „Diese Angst-Situation kann zu Verweigerung und aggressivem Verhalten während der Einleitung führen“. Um so wichtiger ist die Aufklärung der Kinder vor der OP. Dazu können kindgerechte Informationsmaterialien, wie zum Beispiel Broschüren, die den Eltern an die Hand gegeben werden können, eine gute Hilfe sein. Ein operativer Eingriff kann bei Kindern zu starker Verunsicherung, bis hin zu Traumata führen. Laut DGAI werden bei stärksten Stress- und Angstreaktionen auch bei Kindern zur Verhinderung traumatischer Verarbeitung der Operation eingesetzt. Der Kinderanästhesist Machotta erklärt: „Angstlösende Arzneien senken Stress und minimieren nachweislich das Risiko für Probleme nach dem Eingriff.“
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Vorsicht bei Medikamentendosierung mit Tee- oder Esslöffeln
KÖLN – Laut einer kürzlich veröffentlichen Studie im International Journal of Clinical Practice, unter der Leitung von Matthew Falagas vom Alfa Institute of Biomedical Sciences in Athen, sind Tee- und Kaffeelöffel zur genauen Medikamentendosierung (bei Suspensionen oder Tropfen zum Beispiel) nicht geeignet. Messlöffel, die bei den Medikamenten dabei sind, gehen im Haushalt anscheinend häufiger verloren, so dass dann im Haushalt zu Küchenbesteck als Maaseinheiten verwandt werden. Das Füllvolumen schwankte laut Studie etwa um den Faktor drei. Falagas empfiehlt zur exakten Dosierung lieber zu Kunststoffspritzen zu greifen, die günstig in Apotheken erhältlich sind. In der Studie wurde übrigens eher über- als unterdosiert, wenn statt Messlöffel zum Tee- oder Kaffeelöffel gegriffen wurde.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Völlig neuer Entzündungshemmer entwickelt
KÖLN - An der Entwicklung und Vermarktung des so genannten Signal Transduction Modulators (STM) sind zwei Firmen aus den USA und Japan beteiligt. In einer Pressemitteilung heißt es: "Signum Biosciences kündigte an, dass ihr Partner, die Rohto Pharmaceutical Co., Ltd. das Präparat AFC Medirepair(R) zusammen mit Signums Präparat Arazine(TM) (n-Acetylen-s-Farnsylcystein oder AFC) in Japan herausgebracht hat ... Arazine(TM) ist ein Signal Transduction Modulator (STM) mit entzündungshemmenden Eigenschaften, der für eine lokale Hautbehandlung entwickelt wurde. STMs blockieren Entzündungen und die neutrophile Infiltration chronischer Rötungen, Akne, Hautirritationen und anderer Hautzustände, indem G-Protein Signal-Transduktionspfade moduliert werden. Sie fungieren auch als Antioxidantien, um freie Radikale zu neutralisieren und um UV-Schäden, der Zelldegeneration und der Produktion von Chemikalien vorzubeugen, welche weitere Schäden verursachen." Ob sich der gewünschte Nutzen des völlig neu entwickelten Präparates tatsächlich einstellt, bleibt abzuwarten bzw. wird die Zukunft zeigen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Unter der Hitze leiden nicht nur Alte und Kranke!
KÖLN - Hitze macht vor allem Herz-Kreislauf-Kranken und Diabetikern zu schaffen. Aber auch für Gesunde gelten Vorsichtsmaßnahmen. Täglich drei Liter Flüssigkeit, am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees sollten Minimum sein. Beim Schwitzen können schnell mehrere Liter Flüssigkeit und Elektrolyte verloren gehen. Kinder und ältere Menschen sind bezüglich der Austrocknung besonders gefährdet. Da beim Schwitzen Kochsalz, Magnesium und Elektrolyte dem Körper entzogen werden, ist es wichtig, diese zu ersetzen, beispielsweise durch eine Bouillon oder isotonische Getränke. Alkoholische Getränke und Kaffee in größeren Mengen sollten gemieden werden, da sie harntreibend sind und dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entzogen wird. Durch die Hitzeperiode steigen auch die Ozonwerte. Um dem Kreislauf nicht zusätzlich zu schädigen, sollte man Sport und andere körperliche Aktivitäten möglichst vermeiden oder auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Um UV-Strahlung und Sonnenbrand zu vermeiden, ist es ratsam, zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne völlig zu meiden. Im Freien sollte man sich vormittags und abends nur eingecremt aufhalten, mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 14.07.2010
Viren trüben Badespaß
KÖLN – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät zur Vorsicht beim sommerlichen Badespass in Seen. Auch Badeseen, die auf den ersten Blick einen sauberen Eindruck machen, können eine hohe Keimbelastung haben. Die BVKJ-Ärztin Ursel Lindlbauer-Eisenach betont, dass in Badeseen die Wasserqualität nach europäischen Standards bestimmt wird. Dabei ist es so, dass lediglich der Befall durch Darmbakterien gemessen wird wie Escherichia coli und Enterokokken. Sind diese Bakterien im Gewässer nachweisbar, kann es ein Hinweis darauf sein, dass Abwässer in den See gelangen. Laut BVKJ werden bislang keine sinnvollen Tests zum Nachweis von Viren eingesetzt, da diese sehr teuer und aufwendiger in der Anwendung sind. Eine aktuelle Studie aus Portugal, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, sagt aus, dass im Umkreis von Lissabon 95 Prozent der 16 als gesundheitlich unbedenklich eingestuften Badeparadiese verkeimt sind. Es wurden hauptsächlich Noro- und Hepatitis- A- Viren gefunden, außerdem Rotaviren, Adenoviren und Enteroviren, obwohl die Seen als sauber eingestuft waren. Der BVKJ warnt im Onlinemagazin des Deutschen Ärzteblatts: „Ein Schwimmer verschluckt durchschnittlich 50 Milliliter Wasser, badende Kinder ein Vielfaches davon.“
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Streunende Katzen übertragen leicht Hautpilze
KÖLN - Immer wieder wird vor dem Berühren streunender Tiere in Urlaubsgebieten gewarnt. Besonders Kinder fühlen sich von den Tieren angezogen und erkennen oft den Unterschied zwischen Haustieren und streunenden Tieren nicht. Viele dieser Tiere übertragen Krankheiten, die nicht nur durch einen Biss - wie die Tollwut - übertragen werden können. Wie die "Apotheken-Umschau" in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Prof. Hans-Jürgen Tietz vom Institut für Pilzkrankheiten und Mikrobiologie in Berlin berichtet, haben beispielsweise 90 Prozent der streunenden Katzen in Griechenlands Hauptstadt Athen einen Pilzbefall mit Microsporum canis. Der Pilz kann schon bei einem kurzen Kontakt auf den Menschen übertragen werden und einen juckender Hautausschlag mit runden roten Flecken verursachen. Allein in Athen gibt es eine Viertelmillion "Straßen-Katzen".
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 13.07.2010
2.000 Krebserkrankungen durch Röntgen?
KÖLN - Wie die "Apotheken Umschau" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, veranlassen deutsche Ärzte jährlich 140 Millionen Röntgenaufnahmen. Besonders CTs schlagen dabei mit einer hohen Strahlendosis zu Buche. Vermutet wird eine Zahl von 2.000 zusätzlichen Krebserkrankungen pro Jahr in Deutschland als Folge der Röntgenuntersuchungen. "Die Hemmschwelle, Röntgendiagnostik einzusetzen, ist niedrig", sagte Prof. Joachim Berkefeld, Radiologe und Strahlenschutzbeauftragter am Universitätsklinikum Frankfurt am Main.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Fleisch kann auch gekühlt vergammeln
BERLIN - Jeder weiß, dass man Fleisch im Kühlschrank aufbewahren soll. Dort herrschen Temperaturen von ungefähr 4-8 °C. Es gibt allerdings ein Bakterium, das Clostridium estertheticum, das sich vom Kühlschrank nicht beeindrucken lässt. Dieser Keim kann sogar in Vakuum eingeschweißtes Fleisch bei - 1,5 °C verderben. Wie manch anderes Bakterium bildet das Clostridium estertheticum auch Sporen. In dieser Form kann es sehr lange auch ohne Fleisch o. Ä. überleben und übersteht sogar Temperaturen bis 100 °C. Der Keim ist auch recht weit verbreitet. Forscher konnten ihn in etwa 80 % der von ihnen genommenen Rindfleischproben nachweisen. Allerdings ist das Bakterium an sich wohl ungefährlich, so das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin. Ist das Fleisch richtig verdorben, dann bläht sich die Packung auf und allein der üble Geruch halte Menschen vom Verzehr ab.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 09.07.2010
An heißen Tagen: Sport nur morgens und abends
KÖLN - Wie die "Apotheken Umschau" in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf PD Dr. Christian Knackstedt von der Deutschen Sporthochschule Köln schreibt, sollten Profi- und Freizeit-Sportler bei großer Hitze ihr Training in die Morgen- oder Abendstunden legen. Neben hohen Ozonwerten (Clarimedis berichtete) steigt an schwül-heißen Tagen auch die Luftfeuchtigkeit. "Dann gibt der Körper schlechter Wärme ab, und das kann zu verstärkten Hitzeproblemen führen", sagte Knackstedt. Neben den optimalen Trainingszeiten sind noch atmungsaktive Kleidung, eine ausreichende Trinkmenge und Sonnenschutz zu beachten. "Treiben Sie an heißen Tagen etwas weniger intensiv Sport", empfiehlt Knackstedt.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Viel trinken beugt dem Hitzschlag vor!
KÖLN - Beschwerden bei "Hitzschlag" reichen von Kopfschmerzen über Benommenheit und Schwindel bis hin zur Schocksymptomatik. Besonders Radfahrer sind davon betroffen, da die Symptome auf Grund des Fahrtwindes weniger stark zu merken sind. Die Aufmerksamkeit kann unbewusst gemindert werden und die Unfallgefahr erhöht sich. Es wird empfohlen, vor dem Sport einen halben Liter Mineralwasser oder Früchtetee zu trinken und auch während des Sports pro Stunde etwa einen Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ebenso wichtig ist auch bei Kleidung und Fahrradhelm auf gute Wärmeleitfähigkeit und ausreichende Schweißabsorption zu achten, um Hitzestaus und Hitzschläge zu vermeiden. Im Besonderen sollen Patienten mit KHK oder anderen Risikofaktoren wie Diabetes und Hypertonie, Sport bei großer Hitze meiden und sich vorher von ihrem behandelnden Arzt beraten zu lassen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 07.07.2010
Hausgeburten sind für Mütter weniger gefährlich als für Säuglinge
KÖLN – Bei Kindern, die im häuslichen Umfeld geboren werden, ist die Mortalitätsrate höher als bei Kindern, die im stationären Rahmen zur Welt kommen. Kürzlich wurde im American Journal of Obstetrics & Gynecology eine Metastudie des Maine Medical Centers unter der Leitung von Joseph Wax zu diesem Thema veröffentlicht. Die Wissenschaftler werteten Studien hinsichtlich der Mortalitätsraten von Müttern und Neugeborenen bei Klinik- und Hausgeburten aus. Dabei kam heraus, dass die Sterblichkeitsraten bei Kindern, die zu Hause geboren wurden, um ein Drittel höher war als bei Neonatalen, die in Kliniken entbunden wurden. Auch Fehlbildungen bei Säuglingen traten bei Hausgeburten häufiger auf. Die Mütter hingegen kamen mit Hausgeburten besser zurecht als mit Entbindungen in Kliniken. So brauchten sie zum Beispiel in der häuslichen Umgebung weniger Schmerzmittel als im stationären Bereich. Auch Infektionen als Folge der Geburt traten deutlich seltener auf. Insgesamt verliefen die Entbindungen bei Hausgeburten für die Mütter deutlich komplikationsloser als bei Müttern im Kreißsaal. Die Wissenschaftler rund um Joseph Wax betonen als Fazit in ihrer Publikation, dass die mütterliche Sicherheit bei Hausgeburten sehr hoch ist, die Risiken für die Neugeborenen aber nicht unterschätzt werden dürfen. Wax fordert mehr Aufklärungsarbeit dazu in der Bevölkerung.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Können Hunde Lungenkrebs "erschnüffeln"?
KÖLN - Wie die österreichische Firma DARWIN Gmbh in einer Pressemeldung mitteilte, sind speziell ausgebildete Hunde in der Lage, 93 Prozent der Geruchsproben von Lungenkrebspatienten richtig zu "erschnüffeln". "Mit der Entwicklung und der erfolgreichen Erprobung des Lungenkrebstests mittels Atemluft haben wir eine ebenso simple wie effiziente und kostengünstige Methode zur Krebs-Früherkennung gewonnen. Der erste Pilotversuch unter der Leitung eines Lungenfacharztes verlief in der Zeit vom 24.-30. Mai 2010 äußerst vielversprechend. Weitere Studien in größerem Rahmen sollten zum breiten Einsatz der neuen Frühdiagnostik für bösartige Lungenerkrankungen führen", sagte Wolfgang Gleichweit, Projektleiter für Forschung und Entwicklung von Früherkennungssystemen für Krebs der DARWIN Gmbh. In der Pressemitteilung heißt es: "Bei dieser Methode wird Atemluft aus einem Ballon in ein Teströhrchen gepresst und von einem Absorptionsmittel gefiltert. Feinste Geruchspartikel bleiben hängen und können von Hunden erschnüffelt und unterschieden werden."
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 05.07.2010
Dengue: 23 Tote in der Dominikanischen Republik
KÖLN - Wie die dominikanische Tageszeitung "Hoy" berichtete, wurden im ersten Halbjahr des Jahres 2010 bereits 23 Dengue-Tote in der Dominikanischen Republik registriert. Besonders betroffen ist die Region um Santiago, in der in einer Woche sieben Kinder am Dengue-Fieber starben. Auch für Touristen ist es deshalb wichtig, auf einen effektiven Mückenschutz zu achten, da es (noch) keine Impfung gegen das Virus gibt. "Der Tod von 7 Kindern in einer Woche, welche mit Denguefieber in das Kinderkrankenhaus Arturo Grullón eingeliefert worden waren, hat in Santiago Alarm ausgelöst. In dieser Stadt haben sich im laufenden Jahr 60% der Fälle von Denguefieber, die von der Stechmücke “Aedes aegypti“ (Gelbfiebermücke) übertragen wird, konzentriert. Die Situation ist so ernst, dass diese Woche die nationale Denguefieberkommission das Kinderkrankenhaus besuchte und danach mitgeteilt hat, dass sie festgestellt haben, dass die Ärzte die nationalen Normen, wie auch die Protokolle nicht anwenden, sondern dass jeder Arzt die Fälle nach seiner professionellen Erfahrung handhabe," schreibt "Hoy".
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 02.07.2010
Ozon-Alarm in den nächsten Tagen
KÖLN - Wie das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen mitteilte, werden in den nächsten Tagen kritische Ozonwerte erreicht. Die Grenze liegt dabei bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das Landesumweltamt schreibt dazu: "Hauptzielorgan für die Wirkungen von Ozon ist der Atemtrakt. Da Ozon wenig wasserlöslich ist, kann es bis in die feinsten Verästelungen der Lunge (Bronchiolen, Alveolen) vordringen ... Durch Ozon und die Begleitstoffe des Ozons können Befindlichkeitsstörungen wie Reizungen der Atemwege, Husten, Kopfschmerz und Atembeschwerden sowie Tränenreiz ausgelöst werden. Veränderungen der Lungenfunktion, Erhöhung der bronchialen Reaktionsbereitschaft, Reduzierung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie entzündliche Reaktionen der oberen und unteren Atemwege zählen ebenfalls zu den Kurzzeiteffekten nach Ozonbelastung. Auch eine Zunahme der Häufigkeit von Asthmaanfällen sowie eine Steigerung der allergischen Reaktionsbereitschaft werden im Zusammenhang mit Ozonexpositionen genannt. Zu den chronischen Wirkungen beim Menschen ist bislang wenig bekannt. Bei extremen Expositionsverhältnissen, wie sie allenfalls noch in den USA in Los Angeles auftreten, wurden dauerhafte und sich nicht mehr zurückbildende Veränderungen des Lungengewebes beobachtet. Die in Mitteleuropa derzeit auftretenden Ozonkonzentrationen liegen allerdings deutlich unterhalb solcher Werte. Es wird noch diskutiert, inwieweit Ozon beim Menschen Krebs auslösen kann, abschließende Erkenntnisse liegen nicht vor. Etwa 10 bis 20% der Bevölkerung reagieren besonders empfindlich auf Ozon. Zu den Risikogruppen gehören Personen mit Freiluft-Arbeitsplätzen, Sportler, Säuglinge und Kleinkinder. Bei Überschreitungen des EU-Informationswertes von 180 µg/m3 wird diesen Personengruppen empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und bei verstärkten Symptomen den Arzt aufzusuchen."
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Schimmelpilzbefall von Gebäuden besonders häufig in gemäßigten Zonen
KÖLN – Schimmelpilze sind sehr vielfältig, es gibt harmlose Arten, aber manche Schimmelpilze gelten als gefährlich für die menschliche Gesundheit. Schimmelpilze können Krankheiten auslösen, wie zum Beispiel Allergien, die besonders die Atemwege betreffen. Schimmelbefall ist nicht nur in verdorbenen Lebensmitteln zu erwarten, auch Gebäude sind davon betroffen. Es kann sogar zu so extremen Schimmelpilzbefall kommen, dass ganze Gebäude unbewohnbar werden. Wissenschaftler der University of California in Berkeley um den Forscher Anthony Amend untersuchten zu dieser Thematik das Erbgut von Mikroorganismen. Veröffentlicht wurden die Resultate im Fachblatt "Proceedings of the National Academies of Sciences". Die Wissenschaftler trugen Hausstaub aus sechs Kontinenten zusammen. Sie Untersuchten den Staub verschiedener Gebäudetypen, Wohngebäude, Firmen und Kirchen. Ein Ergebnis der Untersuchungen war, dass Mikroorganismen aus benachbarten Bauwerken einander sehr ähnlich waren. Dabei waren Nutzung und Material des Gebäudes nicht relevant. Viel größere Bedeutung hatte der Standort, an dem sich die Häuser befanden. Dabei kam heraus, dass sich in den Tropen eine geringere Vielfalt an Mikroorganismen fand, als in den sogenannten gemäßigten Zonen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Donnerstag, 01.07.2010
Eprotirom: neuer Fettsenker entdeckt?
KÖLN - Das "New England Journal of Medicine" (NEJM) und die "Apotheken-Umschau" berichteten im März 2010 von einem neuen Fettsenker, der die Eigenschaften und Wirkungen von Schilddrüsenhormonen in der Leber nachahmen könne. Der neue, hormonähnliche Stoff heißt Eprotirom und wurde von schwedischen Forschern des Stockholmer Karolinska Institutet zunächst an 189 Patienten über drei Monate lang getestet. Um das Nebenwirkungs-Spektrum genau einschätzen zu können, müssen nun aber größere Studien folgen. Bei erfolgreichem Ausgang könnte Eprotirom durchaus eine Alternative für Patienten mit Fettstoffwechselstörungen sein, die Statine nicht vertragen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Sport auf nüchternen Magen lässt Fettpolster schwinden
KÖLN - Der Sportphysiologe Peter Hespel von der Universität Löwen in Belgien stellte fest, dass Muskelbetätigung mit nüchternen Magen zu intensiverer Fettverbrennung führt, so zum Beispiel beim Frühsport vor dem Frühstück. Beim Training ohne vorherige Nahrungszufuhr kommt es im Körper zur Erhöhung des Adrenalinspiegels, wobei der Insulinspiegel nicht ansteigt. Dadurch verbrennen die Muskeln vermehrt Fett. Diese Aussage wurde aktuell durch eine britische Studie der Universität Birmingham belegt, die im Fachjournal "Medicine & Science in Sports & Exercise“ erschienen ist. An dieser Studie nahmen 14 Probanden teil, die drei mal wöchentlich Rad fuhren. Außerdem mussten sie nach dem Radsport noch einen Sprint leisten. Sieben Teilnehmer durften vor der körperlichen Aktivität essen, was und so viel sie mochten, die anderen mussten fasten. Beim Kurzstreckenlauf waren die fastenden Sportler zwar langsamer, aber sie verbrannten mehr Fett als Kohlenhydrate, im Gegensatz zu den Probanden, die zuvor gegessen hatten. "Wenn man ohne Essen trainiert, mag das die Fettverbrennung in den Muskeln stimulieren", erklärte der Stoffwechselforscher Andrew Greenberg von der Tufts Universität in Boston. "Das beeinflusst aber nicht das Gesamtkörperfett." Es gibt allerdings auch Experten, die davor warnen, auf nüchternen Magen Sport zu machen. So zum Beispiel die Sportmedizinerin Alexis Chiang Colvin vom Mount Sinai Hospital in New York, die Sportmannschaften berät. Sie weist daraufhin, dass ohne ausreichende Ernährung bei Sport Unterzuckerungen entstehen können, die das Leistungsniveau deutlich absinken lassen können.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 29.06.2010
Effektives Zähneputzen: die elektrische Zahnbürste hat gewonnen
KÖLN - Durch die Entfernung von Zahnbelägen (Plaque) kann gegen Karies, Gingivitis und Parodontitis vorgebeugt werden. "Elektrische Zahnbürsten bieten allen Anwendergruppen den Vorteil standardisierter und reinigungsintensiver Bewegungsabläufe. Dabei sind elektronische Zusatzfunktionen wie Zeitkontrolle, Andruckkontrolle und Unterstützung des systematischen Zahnputzablaufs auch von klinischer Bedeutung ... Zahnbürsten mit oszillierend-rotierenden Putzbewegungen entfernten Plaque und verminderten Zahnfleischentzündungen kurzfristig wirksamer als Handzahnbürsten und konnten langfristig Zahnfleischentzündungen reduzieren," heißt es in einer Meta-Analyse von Experten der Cochrane-Collaboration.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Früherkennung bei "plötzlichen Herztod"
KÖLN - An und in immer mehr öffentlichen Gebäuden kann man inzwischen einen sogenannten Defibrillator finden: Ein Gerät, mit dem Menschen bei einem plötzlichen Herzanfall mit einem Stromstoß retten kann. Diese Geräte werden im öffentlichen Bereich aufgestellt, da allein in Deutschland jedes Jahr ungefähr 200 000 Menschen am Plötzlichen Herztod versterben. Bei Patienten, bei denen eine entsprechende Gefährdung bekannt ist, wird das Gerät, ähnlich wie ein Schrittmacher; sogar eingepflanzt, damit sie im Ernstfall sofort und automatisch den lebensrettenden Stromstoß erhalten. Eine Studie, die die Herzspezialisten Oliver Bruder, kardiologischer Oberarzt am St. Elisabeth-Krankenhaus in Essen und Priv. Doz Heiko Martholdt (Stuttgart) durchgeführt haben zeigt, dass praktisch alle Herztod-Opfer Narben am linken Teil des Herzmuskels hatten. Die Forscher nehmen an, dass diese Vernarbungen von Mikroinfarkten stammen, die sich ereignen können, ohne dass der Betroffene davon viel spürt. Aber genau diese Narben lassen sich mit Hilfe eines Magnetresonanztomogramms (MRT) darstellen. "Patienten, bei denen im MRT-Bild Narben festgestellt werden, kann dann gegebenenfalls vorbeugend ein Defibrillator implantiert werden" so die Forscher. Die Studie war die erste dieser Art weltweit.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 28.06.2010
Vorsicht bei Medikamenteneinnahme und Sonnenbad
BERLIN - Wer bestimmte Medikamente zur Entwässerung oder verschiedene Antibiotika, Schmerzmittel oder Antidepressiva einnimmt, muss jetzt im Sommer vorsichtig sein: gängige Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid, Johanniskraut oder auch Doxycyclin können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenstrahlen machen. Das kann sich in sonnenbrand-ähnlichen Rötungen und Blasen äußeren, aber auch bis hin zu Nagelablösungen reichen. Die möglichen Reaktionen können sofort oder auch erst nach einigen Tagen auftreten. Die Präsidentin der Apothekerkammer, Erika Fink, rät deshalb: "Der Apotheker informiert gerne darüber, ob sich die individuellen Medikamente mit einem ausgiebigen Sonnenbad vertragen". Vor allem das Sonnenlicht am "hellen Mittag" von etwa 11.00 Uhr bis ungefähr 15:00 Uhr ist sehr intensiv und sollte gemieden werden. Helfen könnte auch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt kann in bestimmten Fällen der Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme auf den Abend verlegt werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Vorhautverengung durch Zuckerkrankheit?
KÖLN - Wie das Apotheken-Magazin "Diabetes Ratgeber" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, kann eine Zuckerkrankheit die Ursache für eine Vorhautverengung (Phimose) des erwachsenen Mannes sein. Der Mechanismus liegt in einer chronischen Entzündung der Vorhaut und dem abgeschwächten oder fehlendem Schmerzempfinden des Diabetikers. "Wenn sich die Vorhaut mit Bakterien infiziert, kann sich daher leicht eine unbemerkte chronische Entzündung entwickeln", sagte Dr. Andreas Wiedemann, Urologe und Chefarzt im Evangelischen Krankenhaus Witten. Eine entzündete Vorhaut verdickt sich und kann nicht mehr zurückgezogen werden. Sie muss dann operativ entfernt werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 23.06.2010
Wechseljahrbeschwerden beim Mann: ein seltenes Phänomen?
Köln – Kürzlich wurde eine EU finanzierte Studie der Universität Manchester veröffentlicht. Bei über 3.000 Männern aus acht Europäischen Ländern wurde der Testosteronwert im Blut ermittelt, und diese Werte in Zusammenhängen mit möglichen Symptomen eingeordnet. Die Testpersonen mussten mit Hilfe von differenzierten Fragebögen ihre subjektiven Beschwerden angeben. Dabei kam es im Zusammenhang mit reduziertem Testosteronspiegel laut Angaben der Probanden zu Störungen, die die Sexualität betrafen. Erektile Dysfunktion und Libido nahmen ab. Weitere Befindlichkeitsstörungen, wie zum Beispiel Hitzewallungen, innere Unruhe oder Stimmungsschwankungen, wurden im Zusammenhang mit gesunkenen Testosteronwerten nicht geschildert.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Männliche Verhütung: Kann der Reifungsprozess von Spermien gestoppt werden?
KÖLN - Bisher war es Männern nicht möglich, ihre Fruchtbarkeit in Form einer Pille zu beeinflussen. Das kann sich aber bald ändern! Seit langer Zeit ist Verhütung für viele Männer ein „Frauenthema“, da die meisten Verhütungsmethoden in den Befruchtungsprozess im Körper der Frau eingreifen. Diese sehr einseitigen Möglichkeiten der Verhütung könnten bald von einer „Pille für den Mann“ ausgeglichen werden. Als Hintergrundinformation: Spermien werden erst im Körper der Frau wirklich zeugungsfähig. Diese Fähigkeit „erhalten“ die Spermien erst nach bestimmten, biochemischen Prozessen, die in der Vagina ablaufen. Im Journal of Proteome Research, haben US-amerikanische Forscher im Jahre 2009 berichtet, dass sie Versuche mit Mäuse-Sperma durchgeführt haben, die die Reaktion des Ejakulates in verschiedenen Reifungsprozessen darstellten und diesen verhinderten. Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, auf dieser Basis ein neues Verhütungsmittel für den Mann zu entwickeln.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Montag, 21.06.2010
Fußball schauen, bis der Notarzt kommt
KÖLN - Fußballfans rüsten sich derzeit wieder auf, es werden Fahnen, Trikots und andere Fußball-Souvenirs angeschafft, um die deutsche Mannschaft bei der WM in Südafrika aus der Ferne anzufeuern. Doch leider hat so ein Fußball-Event auch negative Seiten. So berichtete das renommierte „New England Journal of Medicine“ 2008 von einer drastisch steigenden Zahl von Notarzteinsätzen bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Die Statistik zeigte deutlich, dass zum Beispiel am Tag vom spannenden Elfmeterschießen geprägten Viertelfinalspiels Deutschland gegen Argentinien die Zahl der behandelten Herzattacken fast verdreifacht wurde. Für einige Zuschauer war der Stress des Elfmeterschießens so groß, dass das Herz mit Herzflattern reagierte. Aufgrund dieser Erkenntnisse sollten herzkranke Fußballfans gut vorbereitet sein. Experten empfehlen deshalb bestimmte Atemtechniken zu erlernen. Diese Atemtechniken, wie sie zum Beispiel beim Yoga oder Qi Gong angewendet werden, helfen mit dem Stress besser zurecht zu kommen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Fußballspielen verbrennt mehr Fett als Joggen!
KÖLN - Fußball ist die Lieblingssportart der Deutschen, und spätestens seit der Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 sind auch Frauen vom Fußball-Fieber angesteckt. Dänische Wissenschaftler stellten sich im Jahre 2007 die Frage: ist Fußball oder Joggen gesünder? Sie erstaunten mit einem positiven Resultat für die Fußball-Fans. So erklärte der Sportmediziner Peter Krustrup von der Universität Kopenhagen ebenfalls 2007, dass Hobby-Fußballer, die zwei- bis dreimal pro Woche trainierten, deutlich bessere medizinische Werte erzielten als Hobby-Jogger. Für die Untersuchung teilten die Wissenschaftler um Krustrup die Probanden in zwei jeweils 14-köpfige Gruppen auf. Die eine - völlig untrainierte - Gruppe spielte regelmäßig Fußball, die andere - untrainierte - Gruppe musste regelmäßig joggen gehen. Bei der Auswertung stellte sich dann klar heraus, dass die Fußballjungs im Durchschnitt 3,5 Kilogramm Fett ab- und zwei Kilogramm zusätzliche Muskelmasse aufgebaut hatten. Die Jogger hingegen hatten nur zwei Kilogramm Fett verloren, aber keine neue Muskelmasse aufgebaut. Die Begründung liegt wahrscheinlich darin, dass die Fußballspieler wechselweise gehen, laufen und sprinten, so abgelenkt sind und den für die Fettverbrennung nützlichen schnellen Herzschlag kaum spüren, so die Sportexperten.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Freitag, 18.06.2010
Diesjährige Grippeimpfung: Mix aus saisonaler und "Schweine-"Grippe
KÖLN - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für die diesjährige Grippeimpfung einen Mix aus saisonaler und pandemischer, neuer Grippe ("Schweinegrippe") vorgeschlagen. Die Zusammensetzung des Dreifachimpfstoffes wäre demnach auf der Nordhalbkugel:
1. A/California/7/2009 (H1N1)-like virus
2. A/Perth/16/2009 (H3N2)-like virus
3. B/Brisbane/60/2008-like virus.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Viren halten sich in der Zahnbürste!
KOLN - Die Influenza, auch „echte“ Grippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen. Im Volksmund wird die Bezeichnung „Grippe“ häufig für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich aber um verschiedene, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Viruserkrankungen handelt. Ist die Grippe oder der grippale Infekt überstanden, vergessen leider viele Menschen, ihre Zahnbürste zu wechseln, was zu einer erneuten Infektion führen kann. Zahnbürsten sollten ebenfalls nach einer Herpes-Infektion und nach einer Zahnfleischentzündung gewechselt werden, so Professor Dr. Stefan Zimmer von der Universitätsklinik Düsseldorf im Jahre 2008. Grundsätzlich sollten Zahnbürsten auch bei Gesunden spätestens nach drei Monaten gewechselt werden!
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mittwoch, 16.06.2010
Seelische Gesundheit durch Passivrauchen in Gefahr!
Köln – Wie das Fachjournal Archives of General Psychiatry kürzlich veröffentlichte, kamen das Forschungsteam um Mark Hamer vom University College in London dass auch Passivrauchen Einflüsse auf die seelische Gesundheit haben kann. In Ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler um die 5000 Raucher und etwa halb so viele Nichtraucher, die zum Studienbeginn als psychisch stabil eingeschätzt wurden. Bei den Probanden wurde ein Biochemischer Marker bestimmt. Dabei ging es um den Marker Cotinine im Speichel. Dieser lässt sich Messen, wenn die betreffende Person mit Tabakrauch in Kontakt kam. Bei knapp unter fünfzehn Prozent der Studienteilnehmer kam es Marker abhängig zu psychischen Störungsbildern. Zu m Speichelmarker wurden weitere Risikofaktoren ergänzt, wobei heraus kam, dass Passivraucher ein Riskio haben, psychisch zu erkranken, von etwa 50 Prozent. Auch in Tierversuchen sei es zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. So hätten diese gezeigt, dass durch Konsum von Tabak dysphorische Stimmungen erzeugt werden. Auch in anderen Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Affekt und Nikotinkonsum darlegten, zeigte sich, dass Rauchen zu depressiven Verstimmungen führen kann.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Tranexamsäure dichtet verletzte Gefäße ab
KÖLN - Eine Säure, die bisher zur lokalen Blutstillung, etwa nach dem Zahnziehen, eingesetzt wurde, scheint auch bei "großen" Blutungen zu helfen. Dies stellten jetzt britische Forscher in einer Studie fest, die im Fachblatt "The Lancet" veröffentlicht wurde. "Jedes Jahr verbluten weltweit etwa 600.000 Patienten“, sagte Ian Roberts von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Bei den Fünf- bis 45-Jährigen sind Verletzungen (durch Unfall oder Gewalttaten) nach AIDS die zweithäufigste Todesursache. Entgegen der (befürchteten) Erwartung kommt es durch die Gabe der Tranexamsäure (TXA) offenbar nicht zu einer kompletten Thrombosierung des Gefäßsystems mit den Folgen Schlaganfall und Herzinfarkt. Durch den Einsatz der Tranexamsäure könnten allein in Europa 2.000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden. Die Säure wirkt bis zu acht Stunden, bevor die körpereigenen gerinnungsauflösenden Substanzen wieder aktiviert werden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Dienstag, 15.06.2010
Sommerzeit macht Beerenpower
Köln – Sommerzeit ist Gartenzeit. Da lässt man sich gern verlocken, Obst direkt von Baum, Beet oder Strauch zu vernaschen. Besonders wertvoll für den menschlichen Stoffwechsel sind Beerenfrüchte. Beeren enthalten wichtige Bestandteile wie Gerb- und Farbstoffe, ätherische Öle, Mineralstoffe, Isoflavone und Vitamine. Sie sind, so klein sie auch sein mögen, wahre Powerkügelchen. Ihre Bestandteile unterstützen sogar den menschlichen Fettstoffwechsel. Heidelbeeren sind besonders wertvoll zur Unterstützung von Entgiftungsprozessen. Sie enthalten Isoflavone, die Entgiftungsprozesse im menschlichen Körper aktivieren und somit auch zur Prophylaxe bösartiger Erkrankungen dienen können. Himbeeren sind besonders reich an Mineralstoffen, wie Kalium, Phosphor und Eisen, die für Stoffwechselprozesse von besonderer Bedeutung sind. Außerdem unterstützen sie die Verdauung durch ihre kleine Kernstruktur. Himbeeren enthalten außerdem auch Substanzen, die, wie die Heidelbeere auch, Entgiftungsprozesse unterstützen. Brombeeren sind reich an Eisen und Kupfer. Sie unterstüzten den Körper bei der Sauerstoffversorgung und sorgen außerdem für eine frische Gesichtsfarbe. Wahre Vitamin-C-Power liefern Johannisbeeren. Sie enthalten etwa vier mal so viel Vitamin C wie eine Apfelsine. Stachelbeeren, die häufig als besonders sauer wahrgenommen werden, geben dem Körper Schutz vor Übersäuerung. Außerdem regt ihr Pektin den Fettsoffwechsel an und fördert Verdauungsprozesse.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
14.06 ist der Weltblutspendertag
KÖLN - Am Montag wird der Weltblutspendertag begangen: der Tag soll Blutspender ehren und ihnen Dank sagen, denn eine Blutspende rettet Leben. Über 60 Spender und ehrenamtliche Mitarbeiter der Blutspendedienste werden dann in einem Festakt in Berlin geehrt. Allerdings spenden in Deutschland nur ungefähr fünf Prozent der Bevölkerung Blut. Vor allem in den Sommermonaten treten immer wieder Engpässe bei der Versorgung mit Blutkonserven auf. Durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen soll die Bereitschaft zur Blutspende in der Bevölkerung verstärkt werden. Der Geburtstag eines Pioniers der Transfusionsmedizin, Karl Landsteiner, wurde ausgewählt um die zu ehren, die eine Blutübertragung überhaupt erst ermöglichen. Landsteiner, der das bekannte AB0-BLutgruppen-System entdeckte wurde am 14. Juni 1868 geboren. Für diese Entdeckung erhielt er den Nobelpreis für Medizin. Zusammen mit dem amerikanischen Forscher Alexander S. Wiener entdeckte er später auch den Rhesusfaktor.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Je kleiner der Mensch, desto größer das Herzinfarktrisiko
Köln – Vor kurzem erschien eine Meta-Analyse der finnischen Forensikerin Tuula Paajanen von der Universität Tampere im European Heart Journal, aus der hervorgeht, dass es Zusammenhänge zwischen Körpergröße und Herzinfarktrisiko gibt. Ausgewertet wurden 52 bestehende Studien. Die Forscherin kam zu dem Schluss, dass Personen, die kleiner sind als 165,4 cm im Vergleich zu Menschen, die eine Körpergröße über 177,5cm haben, eher ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben, wo bei dieses bei 49 Prozent liegt. Dieses Resultat wurde nochmals nach geschlechtern aufgesplittet, was ergab, dass die Risiken erhöht sind bei Männer unter 165,4 cm. Bei weiblichen Probanden hatten ein größeres Risiko, wenn sie unter 153cm groß waren. Frau Paajanen stellte dabei heraus, dass die Größenangaben nicht als absolut anzusehen sind. Sie geht viel mehr davon aus, dass die geringeren Lumen der Herzkranzgefäße bei kleineren Menschen eher zu Verschlüssen führten als bei großen Menschen. Außerdem vermutet die Forscherin, dass die Ernährung vor der Geburt eine Rolle spielen könnte. Sie stellte noch weitere Infarktrisikoursachen heraus, betonte aber vor allem, dass man die Körpergröße als möglichen Risikofaktor für das Infarktgeschehen hinzu ziehen sollte.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
To-do-Liste bei Insektenstichen
KÖLN - Bienen und Wespen sind untrennbar mit dem Sommer verbunden und sind immer wieder aufs Neue lästig. Für Allergiker stellen sie zum Teil eine Bedrohung des eigenen Lebens dar. Was man tun kann, haben wir hier aufgelistet. Um der Unannehmlichkeit des Stiches aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich bereits vorsorglich tätig zu sein:
Orte, an denen sich besonders viele Bienen aufhalten, wie zum Beispiel Abfalleimern, Biotonnen, meiden
Wenn Bienen und Wespen in der Nähe sind, nicht wild um sich schlagen, nach den Tieren schlagen oder sie anpusten
Essensreste und benutztes Geschirr nicht draußen stehen lassen
Obst, Kuchen und anderes Essbares im Freien immer gut abdecken
Dosen, Flaschen, Becher nicht offen stehen lassen, sondern abdecken
Beim Trinken im Freien erst auf den Inhalt achten, ob nicht doch ein Tier hineingeflogen ist, am besten trinken mit Strohhalm, besonders Kinder
Nicht barfuss über Wiesen laufen
Helle und Unifarbene Kleidung ist nicht so anziehend für Insekten wie dunkle oder gemusterte Kleidung
Stark duftende Parfums, Deos und Sprays locken Insekten an, besser darauf verzichten
Tomaten oder Weihrauch im garten pflanzen, diese Gewächse wehren Insekten ab
Moskitonetz über Kinderwagen spannen und Fliegengitter an den Fenstern anbringen
Die Fenster abends öffnen, wenn alle Lichter in der Wohnung gelöscht sind
Sollte es trotz unserer Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Stich kommen, beachten Sie bitte unsere Erste Hilfe Maßnahmen:
eventuell vorhandenen Stachel vorsichtig entfernen, ohne dabei den Giftsack zu leeren
Einstichstelle desinfizieren
Kühlen!!!
Salben und Gels mit Antihistaminika helfen gegen Juckreiz und Schwellung
Hausmittel sind nach wie vor umstritten in ihrer Wirksamkeit, doch viele schwören auf das Auflegen von Zitronensaft, Zwiebel oder Gurken
Bei Stichen Im Mundraum:
Sofort den Notarzt rufen!
Den Patienten nicht alleine lassen
Enge Kleidung lockern, Oberkörper hoch lagern
Eiswürfel lutschen lassen
Den Patienten nicht trinken lassen, da die Gefahr des Verschluckens sehr hoch ist
Kalte Umschläge an Hals und Nacken anbringen, jedoch beachten dass die Umschläge nicht zu warm werden
Bei Atemstillstand: Wiederbelebung!
Für Bienenstichallergiker gibt es bestimmte Notfallmedikamente, die der betroffene immer mit sich führen sollte. Idealerweise hat der Patient einen Hinweis bei sich, dies kann ein Notfallausweis oder ähnliches sein, und hat seine nähere Umwelt über die Handhabung der Notfallspritze informiert.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Donnerstag, 10.06.2010
Kopfschmerz nach Verzehr von Speiseeis
Köln – Viele Menschen haben es selbst schon einmal erlebt: sie freuen sich bei den sommerlichen Temperaturen auf die Abkühlung durch ein köstliches Speiseeis. Und danach kommen die Beschwerden, damit sind nicht beschwerden im Magenbereich gemeint, sondern häufig kommt es zu stechendem Kopfschmerz. Vor einiger Zeit wurde in Kanada eine Studie durchgeführt, an der über 100 Schulkinder teilnahmen. Dabei wurden sowohl Kopfschmerzen nach Eisgenuss, als auch nach stark gekühlten Getränken untersucht. Die Schüler durchliefen in der Studie sechs Testphasen, in denen sie jeweils 100 ml Eis essen mussten. Die eine Hälfte der Probanden hatten zum Essen weniger als fünf Sekunden Zeit, die anderen Schüler sollte die Hälfte der Eisportion innerhalb 30 Sekunden essen und den Rest der Portion in einem beliebigen Zeitrahmen. Bei 30 Prozent der Schnellverzehrer kam es nach dem verzehr zu Kopfschmerzen. Bei der Guppe der Langsamesser hatten nur zehn Prozent Kopfschmerz. Die Forscher bemerkten, dass es die Kopfschmerzen unabhängig von der Aussentemperatur sind, sondern lediglich von der Temperatur des Speiseeis und der Zeit, in der es gegessen wurde, abhängt. Speiseeis hat eine Temperatur von vier Grad Celsius, was sich bereits im Mund auf 18 Grad erwärmt. Wenn das Eis im Magen ankommt, ist es bereits auf etwa 37 angewärmt worden. Die schnelle Überwindung der Temperaturunterschiede scheint mitverantwortlich für die Beschwerden zu sein. Genauere Mechanismen müssen allerdings noch weiter erforscht werden. Bis dahin bleibt nur der Tip: genießen sie erfrischendes Eis und kühle Getränke und lassen sie sich Zeit beim Genuss!
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg